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Für sieben Parzellen (gelb markiert) wird ein System zur Vergabe der Hausnummern gesucht. (Screenshot: Konnert)

Diskussion um Straßennamen für Neubaugebiet

Teisendorf – Der Markt Teisendorf hat das Bebauungsgebiet Roßdorf-West erstellt. Dort hat er sieben Grundstücke ausgewiesen, die mit Einfamilienhäusern bebaut werden können. Der Bau- und Umweltausschuss des Marktgemeinderats stand jetzt vor der Frage, wie die Hausnummern vergeben werden sollen, damit eine einfache und sichere Orientierung möglich ist. Im Ortsteil Roßdorf gibt es nämlich bislang keine Straßenbezeichnungen, die Hausnummern sind als »Roßdorf 1« und so weiter vergeben.


Ein Fortführung dieser Systematik könnte zur Unübersichtlichkeit und Verwirrung führen, da die hohen Hausnummern am anderen Ortsende in Roßdorf-Süd liegen. Es bestünde also die Gefahr, dass beispielsweise »Roßdorf 1« neben »Roßdorf 50« zu liegen käme, die Nummerierung also unübersichtlich und verwirrend sein wird. Deshalb hat die Gemeindeverwaltung vorgeschlagen, für die sieben betroffenen Bauparzellen eine Straßen- beziehungsweise Lagebezeichnung zu vergeben, die dann für die Festlegung der Hausnummern maßgeblich sein soll. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und des traditionellen Sprachgebrauchs standen folgende Vorschläge im Raum: Unterdorfstraße, Unterdorf, Künumstraße und Künumwiesen.

Die Vorschläge stießen bei den Ausschussmitgliedern auf nur wenig Zustimmung. Vor allem das Fehlen des Wortes »Roßdorf« wurde kritisch gesehen, weil man damit die Einheit des Ortsteils in Frage gestellt sah. Zudem sah man die Zuteilung eines neuen Straßennamens für nur eine Straßenseite entlang eines Abschnitts der Kreisstraße BGL 10 als wenig sinnvoll an. Andererseits sollte aber eine Adressenänderung für die bestehenden Anwesen auf der gegenüberliegenden Seite vermieden werden, da diese mit sehr viel Aufwand für die Betroffenen verbunden wäre.

Nach längerer Diskussion wurde der Beschluss erst einmal zurückgestellt. Man wolle die Beteiligten noch einmal befragen, so der Tenor. Dann sollen die Ergebnisse in den Fraktionen des Gemeinderats beraten und dem Bau- und Umweltausschuss vorgelegt werden. Dieses Gremium muss anschließend den Empfehlungsbeschluss für den Gemeinderat fassen.

Bauamtsleiter Theo Steinbacher gab im Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats bekannt, dass die Telefonica Germany die bestehende Sendeanlage in Niederreit in Kürze um eine 5G-Sendeanlage erweitern werde.

Auf Nachfrage von Markus Putzhammer (CSU), wie es mit dem Bau des neuen Wertstoffhofs weitergeht, informierte der Bauamtsleiter über ein Gespräch, das mit der Firma Mafo über einen möglichen Grunderwerb geführt worden sei. Als weitere Diskussionsgrundlage solle der Mafo jetzt eine Planung vorgelegt werden, die die zukünftige Straßenführung sowie eventuelle Erweiterungsmöglichkeiten – eine Produktionshalle – aufzeigen soll. Die Planung sei bereits in Auftrag gegeben worden.

Johann Rauscher (SPD) wollte Näheres über den Stand der Niederschlagswasserbeseitigung beim neuen Baugebiet in Ufering wissen.

Hier müsse, so Steinbacher, der gesamte östliche Teil von Ufering betrachtet werden, da auch die bestehenden Gebäude in die Regenwassersammelanlage abgeleitet werden müssen. Es stehe jetzt schon fest, dass ein zusätzliches Regenwasserrückhaltebecken errichtet werden muss. Ohne diese Maßnahmen werde es keine wasserrechtliche Erlaubnis geben, so der BauamtsleiterDie Planungen seien bereits in Auftrag gegeben worden.

kon

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