Diakon Nieder feierlich im Pfarrverband Teisendorf eingeführt

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Diakon Andreas Nieder hat seinen Dienst im Pfarrverband Teisendorf angetreten. In einem feierlichen Gottesdienst ist er in sein Amt eingeführt worden. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Diakon Andreas Nieder aus Siegsdorf wurde beim feierlichen Gottesdienst am Kirchweihsonntag in seine neue Wirkungstätte, den Pfarrverband Teisendorf, eingeführt. Nieder war am 2. Oktober im Münchner Liebfrauendom von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx zum Diakon geweiht worden. In Teisendorf ist er kein Unbekannter, denn seit 2019 war er hier hauptberuflich im Pastoralkurs als Diakon in Ausbildung tätig.


»Er ist eine Perle für unsere Pfarrei«, freute sich Pfarrer Martin Klein, der das Hochamt zelebrierte und sich über die personelle Verstärkung in seinem Pfarrverband sichtlich erfreut zeigte. Man müsse Gott danken, dass man einen neuen Diakon haben dürfe. Ein Vergelt's Gott ging an Kardinal Marx, dass er Andreas Nieder zum Diakon geweiht hat, ebenso wie an alle Menschen, die Nieder auf dem Weg dorthin begleitet haben.

Mit dem neuen Diakon feierte das komplette Seelsorgeteam aus dem Pfarrverband und eine große Schar von Ministranten. Pfarrer im Ruhestand Horst Kress hat konzelebriert, ebenso wie Pfarrer Herbert Weingärtner aus Griesstätt, ein guter Freund und Wegbegleiter Nieders. Mit dabei waren auch die Diakon-Kollegen Sylvester Resch und Robert Rehrl.

In seiner Predigt ging Nieder auf die Geschichte des Zöllners Zachäus ein, eines richtigen Halsabschneiders, den niemand wegen seines Geizes und seiner Unterwürfigkeit zur römischen Staatsmacht gemocht hat. Um Jesus besser sehen zu können, klettert der kleine Mann auf einen Baum, wo ihn Jesus sieht und anspricht, so die Erzählung des Evangeliums. Jesus möchte in Zachäus' Haus einkehren, sehr zur Entrüstung der Zuschauermenge. Jesus schafft aber durch diese Geste eine neue Gemeinschaft, und dies ganz ohne erhobene Zeigefinger.

Das Angebot einer Begegnung mit Gott gelte für alle Menschen, das wolle uns die Legende sagen, so Nieder. Die Menschen müssten ihre enge Sicht aufgeben, Ängste vor dem anderen abbauen und Gemeinschaft ohne Vorurteile leben, sagte Nieder. Seine Aufgabe als Diakon sehe er darin, allen zu helfen, diesen Weg der Gemeinschaft in Liebe zueinander zu gehen und die Menschen für den Glauben zu begeistern.

Bei diesem festlichen Gottesdienst am Kirchweihsonntag hat Kirchenmusikerin Cäcilia Sommer nach eineinhalb Jahren Pause zum ersten Mal wieder versucht, mit einem Teil des Kirchenchors zu singen. Unter Einhaltung des Mindestabstands von zwei Metern konnte sie circa 15 Sängerinnen und Sänger auf die Empore lassen. Deshalb fiel ihre Wahl auf eine kleine Messe in G-Dur von Patrick Pföß, geboren 1981, der in Teisendorf aufgewachsen ist und hier auch seinen ersten Unterricht in Querflöte und Komposition erhalten hat. Heute unterrichtet Pföß an verschiedenen Musikschulen in Norddeutschland, spielt in Ensembles für alte und neue Musik im In- und Ausland mit und hat zahlreiche Preise gewonnen.

Die fröhliche, positive Stimmung des Gottesdienstes wurde musikalisch durch weitere Kanons und Überchöre von verschiedenen Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Johannes Bogensberger, Karl Norbert, Jaques Berthier, Heinz Martins Lonquich verstärkt. Auch in dieser kleinen Besetzung ist es dem Chor gelungen, seine Gesangsqualität hörbar zu machen und sich in eindrucksvoller Weise zurückzumelden.

Mit dem Lobpreis Gottes im feierlichen »Te Deum« ging eine schöne Feier in christlicher Gemeinschaft zu Ende, in der »alle lebendige Steine sind, die die Kirche aufbauen«, so Pfarrer Klein in diesem stimmungsvollen Kirchweihgottesdienst. kon

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