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Die Fläche in Rückstetten, auf der drei Bauplätze ausgewiesen werden sollen, ist inzwischen erschlossen. (Foto: Konnert)

Bebauungspläne für Rückstetten und Unterstetten werden geändert - Spielplatz muss weichen

Teisendorf – Die Verfahren zur Änderung der Bebauungspläne Rückstetten und Unterstetten sind per Satzungsbeschluss des Bau- und Umweltausschusses abgeschlossen worden. In Rückstetten geht es um die Erweiterung des Bebauungsplans, um aus dem bisherigen Spielplatz ein Wohngebiet zu machen.


Von den drei Bauplätzen, die dort ausgewiesen werden sollen, werden zwei privat und einer im Ansiedlungsmodell der Gemeinde vergeben. Nach einer ersten Auslegung wurde auf Anregung des Landratsamts die verbleibende unbebaute Fläche zwischen den beiden Ortsteilen in die Planungen miteinbezogen. Sie soll im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche festgelegt werden, um dem weiteren Zusammenwachsen der Ortsteile Rückstetten und Solling entgegenzuwirken.

Nachdem die Änderungen eingearbeitet waren, wurde die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung wiederholt. Die wenigen Anmerkungen, die eingingen, wurden vom Ausschuss zur Kenntnis genommen und abgewogen. So wurde die im Entwurf mit 10,5 Meter festgelegte Mindesttiefe für Doppelhäuser ersatzlos gestrichen, da das Maß der baulichen Nutzung durch die Baugrenzen sowie die Festsetzung der Grundflächenzahl (GRZ) und Geschoßflächenzahl (GFZ) ohnehin vorgegeben ist. Zu den Anmerkungen des Wasserwirtschaftsamts wurde festgestellt, dass die neuen Gebäude an die Niederschlagswasserbeseitigungsanlage angeschlossen werden. Um bei Starkregen Belastungsspitzen abzufedern, ist die Vorschaltung von Zisternen festgesetzt.

In Unterstetten soll durch eine Änderung des Bebauungsplans eine Nachverdichtung ermöglicht werden. Zu diesem Zweck soll für fünf Bauplätze das Maß der baulichen Nutzung geändert werden. Auf einem soll für eine Firma die Möglichkeit zum Bau einer neuen Betriebshalle geschaffen werden, auf einem anderen ist die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum geplant.

Während der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden ist eine Stellungnahme von Herbert Blümel eingegangen, der anführte, dass die bereits in der ersten Bauleitplanung geforderte Begrünung mit heimischen Sträuchern und Bäumen noch nicht umgesetzt sei. Manche Gebäude seien so gebaut worden, dass die Pflanzung wie vorgesehen, gar nicht mehr möglich sei. Die Gemeinde wird aufgefordert, die geplanten Pflanzungen einzufordern.

Die Verwaltung gab Blümel in weiten Teilen recht. Der Bau- und Umweltausschuss beschloss, in die Planung den Hinweis aufzunehmen, dass die Ortsrandeingrünung spätestens ein Jahr nach Rechtskraft des Bebauungsplans fertig und abgenommen sein muss. Der Kreisbrandrat verwies da-rauf, dass das Gebiet, auf das sich die Bebauungsplanänderung bezieht, von den Feuerwehren nicht innerhalb der zehnminütigen Hilfsfrist erreicht werden kann. Deshalb sollen die Bauwerber darauf hingewiesen werden, dass sie vorbeugende Maßnahmen zum Brandschutz wie Treppen für Fluchtwege, Brandmeldeanlagen und ähnliches einplanen sollen.

Das Landratsamt forderte, dass die Grünfläche als Trennung zwischen Wohnen und Tierklinik belassen werden soll. Der Ausschuss beschloss, dazu eine Ergänzung im Plan aufzunehmen. Das Straßenbauamt Traunstein wies darauf hin, dass keine neuen Zufahrten und Zugänge zur Kreisstraße BGL12 angelegt werden dürfen. Bestehende Zufahrten dürfen nicht geändert werden.

Zudem seien die erforderlichen Sichtdreiecke bezüglich der Hauptfahrbahn der Kreisstraße BGL12 einzuhalten. Der Straße und ihren Nebenanlagen dürften keine Abwässer sowie Dach- und Niederschlagswässer aus den Grundstücken zugeführt werden. Die Eigentümer müssten darauf hingewiesen werden, dass sie keine Forderungen auf Erstattung von Lärmsanierungen geltend machen können.

kon

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