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Bäuerinnen gründen Verein

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Die erste und die zweite Vorsitzende des Vereins sind Gitti Leitenbacher und Johanna Renoth.

Teisendorf – Als konstruktiven Beitrag zur Stärkung von Qualität, Wertschöpfung, Nachhaltigkeit und Pflege des Kulturguts Landwirtschaft gründeten Bäuerinnen im Berchtesgadener Land den Verein »Bäuerinnen im Berchtesgadener Land«. »Wir Bäuerinnen im Berchtesgadener Land verstehen uns als Kulturbotschafterinnen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Lebens- und Erlebniswerte unserer Heimat, so wir sie von den Generationen vor uns übernommen haben, zu pflegen, zu fördern und an unsere Jugend weiterzugeben« erklärt die Initiatorin Brigitte Leitenbacher. Sie wurde bei der Gründungsversammlung zur Vorsitzenden gewählt, ihre Stellvertreterin ist Johanna Renoth. Zur Kassenwartin wurde Theresa Streibl gewählt, das Amt der Schriftführerin hat Elisabeth Moderegger inne.


Neun Bäuerinnen aus dem gesamten Berchtesgadener Land trafen sich zur Gründung des Vereins in der Privatbrauerei Wieninger in Teisendorf, nachdem auch der Vereinssitz in der Marktgemeinde ist. »Hintergrund, sich in einem Verein zusammenzuschließen, war für uns die selbst gestellte Aufgabe, die Menschen verstärkt an das Originäre, das Echte heranzuführen und dem Kulturgut Landwirtschaft den Stellenwert im öffentlichen Interesse zu geben, der ihm zusteht«, erklären die Gründerinnen ihre Initiative und ergänzen: Nahrungsmittelerzeugung und Bevölkerungswachstum werden in Zukunft eine existenzielle Rolle im Leben der Menschheit spielen.

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All das sei ohne eine intakte Landwirtschaft und Landschaftspflege nicht denkbar. Entsprechend werde der Beruf der Bäuerin mehr denn je zur Berufung. Die Bäuerinnen haben sich folgende zentrale Aufgabe gesetzt: Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen das Kochen und Auftischen von frischen Produkten vom Hof und aus dem Garten sowie aus der Fischerei und von der Jagd. Dabei stützen sie sich auf die klassischen Rezepte der bäuerlichen Kochkunst. »Weil Essen und Trinken das Herzstück kulturellen Lebens sind«, sagt Gitti Leitenbacher.

Um gemeinsam aktiv daran mitzuwirken, die Aufgaben der Zukunft erfolgreich zu meistern und neue Chancen zu nutzen, haben die Bäuerinnen unter anderem eine Zusammenarbeit mit der Hauswirtschaftsschule in Laufen beschlossen. »Wir haben eine exzellente und sehr angesehene Hauswirtschaftsschule. Das eröffnet die Möglichkeit, ein modernes Berufsbild der Bäuerin jungen Nachwuchskräften zu vermitteln und die Idee der Bäuerin als Kulturbotschafterin weiterzugeben«, sagte Johanna Renoth, Fachlehrerin der Hauswirtschaftsschule Laufen. Bräu Christian Wieninger, Gründungsmitglied des Vereins, begrüßt die Initiative: »Wertschätzung und Respekt vor den Leistungen der Bäuerinnen und Bauern sind Kernelemente einer funktionierenden Kulturpflege. Gerade Essen und Trinken zählen zu den höchsten Kulturgütern der Menschen. Der Schritt, den die Bäuerinnen in unserem Land heute gehen, ist ein wertvoller Beitrag zu dem, was das Leben im Berchtesgadener Land einzigartig macht – für die Einheimischen, für die Gäste und für draußen in der Welt, um für das Berchtesgadener Land als faszinierendes Bayern zu werben.« mh

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