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Bergsteiger gerät an Watzmann-Südspitze in Absturzgelände – Bub (8) bricht sich den Arm

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Königssee: Bergsteiger an Watzmann-Südspitze aus Absturzgelände gerettet – Knochenbruch am Wimbachschloss | Ramsau
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Ramsau – Vier mal waren die Retter der Ramsauer Bergwacht am vergangenen Schönwetter-Wochenende bei Notfällen gefordert – alle vier Unglücke passierten im Wimbachtal am Watzmann.


Am Freitagnachmittag hatte ein Bergsteiger kurz nach 15 Uhr über Notruf gemeldet, dass ein Mann im Watzmann-Südspitz-Abstieg vom Steig abgekommen war und nun in rund 1500 Metern im Bereich der Ketten am Schönfeldgraben in absturzgefährlichem Gelände festsaß.

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Der Anrufer war nicht beim Verstiegenen und hatte nur Rufkontakt. Der Heli-Pilot von »Christoph 14« flog nach Rücksprache mit dem Ramsauer Einsatzleiter direkt weiter von einem Einsatz am Sagerecksteig (zum separaten Bericht) und konnte dort den Verstiegenen finden.

Zusammen mit dem Notarzt wurde der 46-jährige Urlauber aus Nordrhein-Westfalen am Rettungstau ausgeflogen und zum Tallandeplatz Ramsau transportiert. Der Einsatz dauerte bis 16.45 Uhr. Die Bergwacht hatte denselben Mann bereits im September 2014 mit einer Sprunggelenksverletzung an der Schärtenalm versorgt, ins Tal gebracht und an den Rettungswagen übergeben.

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Bergsteiger mit offenen Füßen an der Grieshütte

Am Samstagvormittag brauchte kurz nach 10.30 Uhr ein 35-jähriger Münchner mit vielen Blasen an beiden Fußsohlen die Hilfe der Ramsauer Bergwacht, da er schmerzbedingt selbst nicht mehr absteigen konnte. Drei Bergretter rückten aus, holten den Mann an der Wimbachgrieshütte ab und brachten ihn mit dem VW-Bus ins Tal. Gute eineinhalb Stunden später war der Einsatz beendet.

Rund zwei Stunden später, kurz nach 13 Uhr, verunglückte ein achtjähriger Bub aus dem Landkreis Traunstein beim Spielen in der Brotzeithütte gegenüber der Quellfassung am Wimbachschloss. Dabei brach sich der Bub den rechten Arm. Vier Ramsauer Bergretter machten sich auf den Weg, darunter auch der Bergwacht-Notarzt. Die Einsatzkräfte versorgten das Kind und transportierten es ins Tal. Von dort aus ging es mit dem Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes weiter zur Kinderklinik des Salzburger Landeskrankenhauses. Auch dieser Einsatz dauerte gute eineinhalb Stunden.

Am Sonntagmorgen kurz nach 7 Uhr ging ein Notruf von der Wimbachgrieshütte ein, wo ein 73-jähriger Urlauber aus Frankreich bereits um 3 Uhr in der Früh aus dem Stockbett gefallen war und nun mit Verdacht auf eine Hirnblutung und Wirbelsäulen-Verletzungen notärztliche Hilfe brauchte. Vier Bergretter inklusive Bergwacht-Notarzt versorgten den Mann und brachten ihn per Fahrzeug zur Wimbachbrücke, wo ihn die Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernahm. Er kam in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Bergwacht war bis 9.20 Uhr gefordert.

red/BRK BGL