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Weihnachtsplätzchen für einen guten Zweck

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Ein unübersehbares Plätzchensortiment haben die Landfrauen gebacken und für Kunden verpackt. Hildegard Huber schaut sich die angelieferten Waren an. (Foto: Maria Horn)

Berchtesgadener Land – Zu Beginn der Adventszeit haben die Landfrauen des Berchtesgadener Landes erstmalig eine Plätzchenbackaktion auf Vorbestellung gestartet. Die Resonanz war enorm: In wenigen Tagen wurden von den fleißigen Bäckerinnen rund 80 Kilo feinste Süßwaren angefertigt, die reißenden Absatz fanden. Unterm Strich können 1 700 Euro an die Dorfhelferinnenstation des Berchtesgadener Landes übergeben werden.


Das Naschwerk der heimischen Landfrauen hat schon seit geraumer Zeit seine Anhänger gefunden. Eigentlich bietet sich jedes Jahr beim Christkindlmarkt an den Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe Berchtesgadener Land die Gelegenheit, sich mit den vorweihnachtlichen Naschereien einzudecken. Da der Christkindlmarkt wegen Corona heuer ausfällt, haben sich die Landfrauen eine Alternative überlegt. Zum einen wollten sie ihrer treuen Kundschaft auch diesmal die Gelegenheit bieten, an die beliebten »Weihnachtsguatln« zu kommen. Zum anderen war es den Frauen wiederum ein Anliegen, die Katholische Dorfhelferinnenstation so wie in den vergangenen Jahren mit dem Erlös zu unterstützen.

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Deshalb fassten sie den Beschluss, die Plätzchenaktion anders zu gestalten, indem die Waren vorbestellt werden. »Die Resonanz war enorm«, freut sich Kreisbäuerin Maria Krammer aus der Marktgemeinde Teisendorf. Die Bestellungen wurden von ihrer Stellvertreterin Maria Walch in Oberau entgegengenommen. Innerhalb weniger Tage, nachdem Aktion bekannt geworden war, waren die »Bestellbücher« voll. »Wir haben rund 80 Kilo Plätzchen gebacken, die Frauen aus den einzelnen Ortsverbänden haben sich tatkräftig mit eingebracht«, lobt die Kreisbäuerin den guten Zusammenhalt im Kreisverband. In mancher heimischen Backstube wurden dann die beliebten Rezepte der Familienklassiker hervorgeholt. »Die Sortenauswahl war schon überwältigend. Von Linzer Plätzchen über Vanillekipferl und Hildatörtchen bis hin zu Nussecken«, nennt die Kreisbäuerin nur einen kleinen Auszug aus dem vielseitigen Sortiment. Danach galt es alle Plätzchen laut Bestellung zu verpacken und an die Kundschaft auszuliefern. So wurden einzelne Sammelpunkte vereinbart, wo die vorbestellte Ware abgeholt werden konnte. Einige Leute, die nicht mehr so mobil sind, wurden auch direkt beliefert. Noch vor der Verschärfung der Coronabeschränkungen konnte die Aktion abgeschlossen werden.

Die Landfrauen konnten sich einmal mehr über positive Resonanz freuen. Denn nach ersten Rückmeldungen werden die süßen Backwaren wohl nicht bis zum Weihnachtsfest überstehen, sondern schon in der Adventszeit verspeist werden, so wie ein begeisterter Kunde in seiner E-Mail an die stellvertretende Kreisbäuerin schreibt: »Die bestellten Guatln habe ich heute bei einem Cappuccino einem eingehenden Test unterzogen und ich fürchte, Sie werden Probleme mit unserer Justiz bekommen: Denn der Vertrieb von süchtig machenden Drogen ist verboten. Kompliment an die Schar der Bäckerinnen, die diese Schmankerl gezaubert haben.« Maria Horn

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