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Ungültige und gefälschte Führerscheine: Grenzpolizei hat viel zu tun

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Bayerische Grenzpolizei
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Foto: Sven Hoppe/Archiv/Symbolbild

Piding/Bad Reichenhall – Schleierfahnder erwischten am Samstag sechs Personen ohne gültige Führerscheine. Ein Syrer und ein Albaner zeigten sogar gefälschte Dokumente vor.


Die eingesetzten Streifen der Grenzpolizei Piding kontrollierten am Samstag auf der A8 im Raum Piding und Bad Reichenhall mehrere deutsche und unter anderem auch ein britisches Fahrzeug. Gleich sechsmal hatten die Beamten verkehrsrechtlich etwas zu beanstanden.

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Gegen einen 47-jährigen Bulgaren bestand eine amtlich angeordnete Fahrerlaubnissperre. Ein 40-jähriger Kosovare, sowie ein 36-jähriger Moldauer und ein 28-jähriger Albaner lebten schon seit geraumer Zeit in Deutschland. Nach einem halben Jahr mit festem Wohnsitz in Deutschland hätten sie ihre Führerscheine aus ihrer Heimat umschreiben lassen müssen. Dieser Vorschrift kamen sie nicht nach und wurden wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt.

Ein 34-jähriger Albaner im britischen Audi zeigte den geschulten Fahndungsbeamten einen gefälschten albanischen Führerschein vor. Neben der Anzeige nach dem Straßenverkehrsgesetz hat der Albaner Urkundenfälschung begangen. Nach der Anzeigenaufnahme durch die hausinterne Ermittlungsgruppe und Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 1000 britischen Pfund konnte er als Beifahrer die Urlaubsreise nach Albanien fortsetzen.

Zuständigkeitshalber übernahm die Grenzpolizei Piding noch einen Fall von der Bundespolizei Freilassing. Bei der Einreisekontrolle nach Deutschland am Grenzübergang Walserberg erwischten die Beamten einen 23-jährgen Syrer, welcher sich als Fahrer eines deutschen Autos mit einem gefälschten slowakischen Führerschein ausgab. Da der junge Mann einen deutschen Wohnsitz hat, blieb ihm die Hinterlegung eines Geldbetrages zur Sicherung des Verfahrens erspart. Allerdings muss er mit einer saftigen Strafe rechnen, da er ebenfalls wegen Fahrens ohne Führerschein und Urkundenfälschung angezeigt wurde.

Mit gefälschten Führerscheinen im Gepäck unerlaubt eingereist

Ein 54-jähriger Serbe zeigte sich am frühen Samstagmorgen wenig beeindruckt über ein gegen ihn verfügtes Einreiseverbot. 

Der Mann war als Beifahrer in einem Kastenwagen kurz nach seiner Einreise ins Bundesgebiet auf der A8 an der Ausfahrt Bad Reichenhall festgestellt worden. Im Zuge der Kontrolle wurde bei dem Mann ein gefälschter italienischer Führerschein gefunden. Der Mann gab an, dass er aber auch einen serbischen Führerschein besitze und händigte diesen dem Kontrollbeamten aus, der mit geschultem Auge auch diesen sofort als Fälschung erkannte.

Der Mann wurde daraufhin vorläufig festgenommen und zur Grenzpolizei nach Piding gebracht. Im Zuge der Sachbearbeitung wurde zur Klärung seiner Identität eine Überprüfung seiner Fingerabdrücke durchgeführt, wobei sich herausstellte, dass gegen den Mann unter einem anderen Namen ein Einreiseverbot bestand. 

Zur Durchführung von Maßnahmen, die seinen Aufenthalt in Deutschland beenden, wurde der Mann zuständigkeitshalber der Bundespolizei übergeben.

fb/red

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