»Rock am Rathaus« im Sitzen

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Noch vor zwei Jahren sah die Situation anders aus: Damals standen die Zuhörer auf dem Rathausparkplatz. Heuer müssen sie wegen des Infektionsschutzes auf den Bierbänken sitzen. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Das Konzert-Event »Rock am Rathaus« soll am 3. Juli stattfinden, wie die Jugendreferentin Franziska Böhnlein bestätigt. Allerdings wird die Veranstaltung anders ablaufen als sonst: Standen die Zuhörer vor der Coronakrise dicht aneinander auf dem Konzertgelände, müssen sie dieses Mal auf den Bierbänken sitzen. Aufgrund der begrenzten Besucherzahl muss man vorab kostenfreie Tickets reservieren, die ab Freitag erhältlich sind.


»Das ist das erste bestuhlte Rockkonzert in Berchtesgaden«, sagt Jugendreferentin Franziska Böhnlein mit einem Schmunzeln, die dieses Event mitorganisiert. Allerdings ist sie froh, dass sie der jungen Generation ein Rockkonzert anbieten kann. Vor zwei Wochen wussten die Organisatoren nicht einmal, ob sie »Rock am Rathaus« durchführen können. Nachdem aber weitere Lockerungen bekannt gegeben worden waren, gingen sie sofort in die Planung.

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Es folgten etliche Telefonate mit der Marktgemeinde, dem Ordnungs- und Landratsamt. Zusätzlich musste man ein Hygienekonzept ausarbeiten. »Die Planung ist schon stressig, weil wir alles Corona-konform gestalten müssen.« Die Organisatoren meldeten »Rock am Rathaus« als Kulturveranstaltung an, damit maximal 250 Zuhörer erlaubt sind. Dementsprechend werden ab Freitag auch nur 250 kostenfreie Tickets zur Reservierung angeboten.

Um die Hygieneauflagen zu erfüllen, werden Absperrbänder zur angrenzenden Straße angelegt. Zudem werden mehr Bierbänke als sonst eingerichtet, damit alle einen Sitzplatz bekommen. Gestellt werden die Bierbänke vom Hofbrauhaus Berchtesgaden. Es gibt zwei Eingänge und einen zusätzlichen Notausgang über die Treppe. Auf dem Konzertgelände darf man die Maske nur abnehmen, wenn man auf seinem Platz sitzt.

Securitykräfte und Ordner kommen ebenso zum Einsatz. Sie werden nicht nur auf dem Konzertgelände unterwegs sein, sondern auch das Umfeld kontrollieren. Einige Personen werden die Bands auch außerhalb des Konzertgeländes hören wollen. Deshalb wollen die Veranstalter den Infektionsschutz in diesem Bereich sicherstellen.

Die Jugendreferentin appelliert daher an die Vernunft der Zuhörer. »Das Konzert soll etwas Schönes werden. Wir versuchen einen Schritt in Richtung Normalität. Umso wichtiger wäre es, wenn sich alle zusammenreißen«, sagt Böhnlein. Welche Bands am 3. Juli spielen werden, wollte die Jugendreferentin noch nicht verraten. Die Interpreten werden erst kommende Woche bekannt gegeben. So viel kann Böhnlein aber sagen: »Es werden ausschließlich Bands aus der Heimat auftreten.« Familienreferent Jakob Palm hat die Musiker angeworben.

Zusätzlich helfen Mitarbeiter des Kreisjugendrings und von »Jonathan Soziale Arbeit« bei der Organisation mit. Das Team hat mit Markus Fichtner einen Beauftragten für Infektionsschutz und Hygiene. Angestellte von »Auf'd Hand Catering« werden für das leibliche Wohl sorgen. An diesem Abend wird kein Nachtschwärmer fahren.

Tickets sind unter www.ticketscharf.de erhältlich. Sollten welche am Tag des Events übrig bleiben, werden sie an der Abendkasse angeboten. Einlass ist ab 17 Uhr, die Tickets sind ab 20 Uhr nicht mehr gültig.

Patrick Vietze

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