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Pilotprojekt in Arztpraxen gestartet: Erstmals 132 Coronaimpfungen von Hausärzte durchgeführt

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Den Impfstoff im Kofferraum macht sich das mobile Team auf den Weg vom Impfzentrum zur ersten Ärztepraxis. Auf dem Bild (von links): Mirjana Dragic, Arno Zensen, Dr. Joachim Leßke (Ärztliche Leitung Impfzentrum), Landrat Bernhard Kern, Simone Rettner, Melissa Siegle (Verwaltung) und Arnim Schläfke (Verwaltungsleitung Impfzentrum).

Berchtesgadener Land – In einem Pilotprojekt sind am Samstag erstmals in zwei Hausarztpraxen, im südlichen Landkreis Berchtesgadener Land, Personen gegen das Coronavirus geimpft worden. Insgesamt 132 Impfdosen haben mobile Teams vom Impfzentrum in Ainring/Mitterfelden an die beiden Hausärztepraxen verteilt.


Über 80-Jährigen mit eingeschränkter Mobilität leichter eine Impfung zu ermöglichen, dass ist einer der Gründe für das nun gestartete Pilotprojekt im Berchtesgadener Land. Bisher war eine Impfung für Personen, die nicht in einer stationären Pflegeeinrichtung leben, nur am Impfzentrum möglich. Dadurch müssen gerade Menschen aus den Gemeinden in den Randgebieten das Landkreises eine längere Fahrt auf sich nehmen. Um insbesondere weniger mobilen Personen den Zugang zu einer Corona-Schutzimpfung zu erleichtern, sind erstmals zwei Hausärztepraxen aus dem südlichen Landkreis ausgewählt worden, um die Möglichkeiten einer Impfung in den Arztpraxen zu testen. 66 Impfdosen je Arztpraxis hat das Impfzentrum dafür bereitgestellt und am Samstagvormittag mit mobilen Teams zu den Praxen transportiert. Insgesamt kann vermeldet werden, dass der Impftag in den Praxen erfolgreich und flüssig verlaufen ist.

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Eine Impfung in den Arztpraxen soll sowohl den Zugang für Patienten im gesamten Landkreis erleichtern als auch eine effiziente Verteilung des Impfstoffs ermöglichen. Dies kann wichtig werden, wenn in den kommenden Wochen die Impfstoffmengen steigen werden, wie von der Politik zugesagt. Es haben sich noch weitere Praxen aus anderen Teilen des Landkreises gemeldet, die in das Projekt integriert werden möchten. Die Planungen sind soweit fortgeschritten, dass bereits in der KW 6 drei weitere Praxen angesteuert werden können. Geplant ist, dass die mobilen Impfteams jede Woche zunächst in zwei bis vier Praxen tätig werden. 

fb/red

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