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Gehen die Medikamente aus?

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Doping bei Arbeitnehmern
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Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Foto: dpa

Berchtesgadener Land – Dr. Reinhard Reichelt, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Berchtesgadener Land, befürchtet, dass es durch den Ausbruch des Coronavirus Lieferengpässe bei Arzneimitteln geben wird. Das teilte er in einer Pressemitteilung mit.


»Liefer- und Versorgungsengpässe von Arzneimitteln sind in Deutschland und in vielen anderen EU-Staaten zu einem zunehmenden Problem für Patienten, Ärzte und Apotheker geworden«, sagt Dr. Reinhard Reichelt.

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Hierfür gäbe es viele Gründe, wie etwa die Verlagerung der Produktion von Rohstoffen und Arzneimitteln ins außereuropäische Ausland, insbesondere Asien, Qualitätsprobleme und unzureichende Transparenz hinsichtlich bestehender oder drohender Engpässe. Durch die Corona-Epidemie in China könnten sich die Lieferengpässe noch verschärfen.

»Lieferengpässe sind einfach inakzeptabel«, so Dr. Reichelt, egal ob sie Antibiotika, Zytostatika (Krebsmittel) oder Schmerzmittel, wie beispielsweise Ibuprofen, betreffen.

Die Zahl der gemeldeten Lieferengpässe bei Medikamenten steige stetig. Ärzte seien zunehmend dadurch belastet, die Folgen für ihre Patienten abzufedern. Oft könne zwar auf Ersatzpräparate zurückgegriffen werden, jedoch gäbe es dann auch Probleme mit der Einnahmetreue der Patienten, der sogenannten »Compliance«. Gerade ältere Patienten würden verunsichert, wenn aufgrund eines Lieferengpasses die Medikation umgestellt werden müsse. Ärzte und Praxispersonal koste das zudem Zeit und Nerven. Dazu kämen die Rücksprachen mit den Apothekern, die Verordnungen nicht bedienen könnten.

»Das ist ein Missstand, der nicht mehr hinnehmbar ist«, erklärt Reichelt. Was tun? Abhilfe könne sein, die bestehenden Rabattverträge auf den Prüfstand zu stellen und die Produktion wieder nach Europa zu verlagern. Auf EU-Ebene sollten Vorschläge erarbeitet werden, wie eine solche Verpflichtung aussehen könne.

Aktuell listet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Lieferengpässe bei 259 Arzneimitteln auf (Stand 30. Januar). Weitere Informationen zum Thema sowie eine Übersicht zu aktuellen Lieferengpässen für Humanarzneimittel (ohne Impfstoffe) gibt es unter https://www.bfarm.de. fb

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