Festival auf virtueller Leinwand

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Die Veranstalter der Trickfilmfestivaltage haben ein alternatives Konzept entwickelt. So können die Teilnehmenden ins Projekt integriert werden. (Foto: Kreisjugendring BGL)

Berchtesgadener Land – Die Corona-Pandemie hat das tägliche Leben verändert. Gerade in der Jugendarbeit ist daher Umplanen die Devise des Jahres 2020. Weil auch Trickfilm-Festivaltage und Trickfilm-Projekttage nicht im klassischen Sinn veranstaltet werden können, hat der Kreisjugendring Berchtesgadener Land (KJR) mit seinem Partner »Q3 Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer« nach neuen Möglichkeiten gesucht.


Das große Festival wird heuer am 15. Dezember ab 8 Uhr morgens über die virtuelle Leinwand ausgestrahlt – angepasst an die Stundeneinteilung von Schulen. Natürlich kann jeder das Festival auch noch bis Jahresende streamen.

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Dabei knüpft der KJR an das ursprüngliche Konzept an, aber mit neuen Ideen. Die Projekttage mit Workshops an Schulen und anderen Einrichtungen sind schwer umzusetzen. Deshalb haben die Organisatoren entschieden, diesen Teil remote, also auf Distanz, stattfinden zu lassen.

Der Kreisjugendring unterstützt dabei weiterhin medienpädagogische Aktivitäten, wie die Produktion von Trickfilmen. Mit der Anmeldung wird den Teilnehmenden ein Projektansprechpartner zur Seite gestellt. Zur medienpädagogischen Unterstützung erhalten sie neben den Trickfilmboxen zusätzlich ein Tablet, um auch über die Entfernung optimal betreut werden zu können. Der Projektpartner kann über eine Videochatfunktion Fragen direkt klären.

Die Trickfilm-Festivaltage hat der Kreisjugendring heuer auf einen Tag reduziert. Dafür gibt es ein neues Konzept: Um die Veranstaltung interaktiv zu gestalten, sind mehrere Aktionen geplant. So wird es etwa zwei Stage-Kameras geben.

Während auf der Hauptbühne die Münchner Improvisationsgruppe »mixxit« die eingereichten Trickfilme präsentiert, gibt es zusätzlich eine Backstage-Kamera. Diese bedienen die bei vielen Kindern schon bekannten Clowns Trixie und Toni.

Die Kinder haben online die Möglichkeit, den beiden während des Festivals zu sagen, wohin sie laufen sollen, um den bestmöglichen Einblick hinter die Kulissen zu bekommen.

Alle Teilnehmenden können sich im Vorfeld um ein Technik-Package bewerben. Das heißt, sie haben zusätzlich die Möglichkeit, in den Ablauf des Festivals integriert zu werden. Hierfür stehen verschiedene Aktionen zur Verfügung, zum Beispiel das Messen des eigenen Applauses mit dem Applausometer oder das Teilnehmen mithilfe eines Buzzers.

Der genaue Ablauf und Zeitplan wird Anfang Dezember online unter www.trickfilmtage.de veröffentlicht. Dort finden Interessierte auch alle Verleiher der Trickfilmboxen, etwa den Kreisjugendring. Die Funktionen der Trickfilmbox kennenzulernen und praktisch umzusetzen, gelingt mit den Erklärvideos ganz leicht. fb

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