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Der Landkreis bereitet sich auf das Coronavirus vor

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Untersuchungen zum Coronavirus
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Foto: Christophe Gateau/dpa Foto: dpa

Im Landratsamt in Bad Reichenhall haben sich gestern Vertreter von Kliniken, niedergelassenen Ärzten, der Polizei, des Rettungsdienstes, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und des Gesundheitsamtes getroffen, um für im Berchtesgadener Land in den nächsten Tagen oder Wochen eventuell auftretende Coronavirus-Krankheitsfälle gut gerüstet zu sein. Bisher gab es im Landkreis keine Erkrankungen an dem SARS-CoV-2 genannten Virus. Durch persönliche Hygienemaßnahmen kann jeder dazu beitragen, das Infektionsrisiko gering zu halten.

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Wie das Gesundheitsamt mitteilt, gab es im Berchtesgadener Land bisher 4 Kontaktpersonen zu Erkrankten und Reiserückkehrern aus Risikogebieten, die für 14 Tage zu Hause in Quarantäne beobachtet wurden und gesund geblieben sind. Durch die Maßnahmen des Infektionsschutzes konnte ein erster Ausbruch in Bayern südlich von München mit 14 Erkrankten, davon 4 im Landkreis Traunstein, vollständig gestoppt werden. Doch die zunehmenden Erkrankungen in den unmittelbaren Nachbarländern lassen befürchten, dass Infektionen auch hier nicht ausbleiben werden.

Rettungsdienste und Kliniken sind auf COVID-Erkrankungsfälle vorbereitet. Die Infektion mit dem Coronavirus kann besonders bei Personen im höheren Lebensalter und bei Vorerkrankungen einen schweren Verlauf nehmen, bis hin zum Lungenversagen. Bei Kindern verläuft die Infektion dagegen oft ohne Symptome, bei den meisten Erwachsenen wie etwa eine Virusgrippe. In den südostbayerischen Kreiskliniken sind infektiologische Stationen darauf eingerichtet, schwere Erkrankungsfälle zu behandeln.

Was sollen Reiserückkehrer aus Risikogebieten beachten?

Derzeit gibt es viele Fragen von Reiserückkehrern, zum Beispiel aus Norditalien. Das Gesundheitsamt rät, sich bei einem begründeten Verdacht einer Coronavirus-Infektion telefonisch an den Hausarzt wenden. Ein begründeter Verdachtsfall besteht bei Personen, die Atemwegssymptome haben und sich bis 14 Tage zuvor in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Wichtig ist es, die Arztpraxis erst nach telefonischer Voranmeldung des Verdachtsfalles aufzusuchen. Wer mit einem Coronavirus-Erkrankten engen persönlichen Kontakt hatte, sollte nach seiner Heimkehr unnötige Kontakte vermeiden, am besten zuhause bleiben und sich umgehend bei seinem Gesundheitsamt melden, auch wenn noch keine Symptome aufgetreten sind.

Wie kann man sich vor Ansteckung schützen?

Sollten sich Coronavirus-Erkrankungsfälle tatsächlich häufen, kann jeder einzelne dazu beitragen, sich selbst zu schützen und auch andere nicht anzustecken. Dabei bringt das ständige Tragen eines Mund-Nasenschutzes, wie man es oft sieht, nur bei Erkrankten mit Erkältungssymptomen etwas. Viel wichtiger ist es, die „Hustenetikette“ zu beachten: Beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und sich wegdrehen. Am besten verwendet man ein Einwegtaschentuch und entsorgt es nach einmaliger Nutzung in einem Mülleimer mit Deckel. Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei 60°C gewaschen werden. Ist kein Taschentuch griffbereit, sollte man beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und sich dabei von anderen Personen abwenden. Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten und wenn man außer Haus war, gründlich die Hände waschen oder desinfizieren nicht mit den Händen in Gesicht, Augen oder Nase fassen.

Wo erhalte ich aktuelle Informationen?

Die Situation ändert sich derzeit fast täglich, aktuelle Informationen für das Berchtesgadener Land gibt es unter www.lra-bgl.de.

Eine wichtige Quelle sind die Webseiten des Robert-Koch-Institutes www.rki.de. Dort sind die jeweiligen Risikogebiete genau definiert und weitere Schutzmaßnahmen beschrieben.

Pressemitteilung Gesundheitsamt Berchtesgadener Land

 

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