Biosphären-Obstbaum-Aktion: 690 neu gepflanzte Obstbäume

Bildtext einblenden
Freuen sich über den großen Erfolg der »Biosphären-Obstbaum-Aktion« (v.r.): Trägervereinsvorsitzender Landrat Bernhard Kern, Biodiversitätsberater Henrik Klar von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt, der Leiter der Verwaltungsstelle der Biosphärenregion Dr. Peter Loreth, die Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbands Susanne Thomas und der Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege Josef Stein. (Foto: Verwaltungsstelle der Biosphärenregion Berchtesgadener Land)

Berchtesgadener Land – Mit der insgesamt sechsten Pflanzaktion seit 2015 hat der Trägerverein Biosphärenregion Berchtesgadener Land zusammen mit seinen Partnern nun insgesamt 3134 Apfel-, Birnen-, Zwetschgen-, Kirsch- und Nussbäume im Berchtesgadener Land neu angepflanzt. »Unsere Biosphären-Obstbaum-Aktion ist weit über die Landkreisgrenzen hinaus unvergleichbar erfolgreich«, so das Fazit des Trägervereinsvorsitzenden Landrat Bernhard Kern nach der aktuellen Ausgabeaktion im April. Bei dieser wurde mit 690 Obstbäumen ein neuer Ausgabe-Rekord aufgestellt.


Landrat Kern betont, dass dieser Erfolg auf einem gut funktionierenden Netzwerk basiert, an dem neben dem Trägerverein die Verwaltungsstelle der Biosphärenregion, die Untere Naturschutzbehörde und der Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege, der Landschaftspflegeverband und der Freistaat Bayern beteiligt sind. »Ohne deren Mitwirkung, insbesondere dem Engagement der Mitarbeiter, wären die Biosphären-Obstbäume bei Weitem nicht so erfolgreich.« Durch die Förderung des Freistaats Bayern, der 90 Prozent der Gesamtkosten mit einer Zuwendung aus Finanzmitteln der Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinie bezuschusst, blieben die Eigenkosten für den Trägerverein relativ gering, so der Landrat.

Anzeige

Die Ausgabeaktion am Sandparkplatz des Landratsamts in Bad Reichenhall konnte diesmal nur mit einem strengen Corona-Hygienekonzept durchgeführt werden, bei dem die insgesamt 99 Teilnehmer zeitlich versetzt und unter Beachtung der AHA-Regeln ihre Hochstämme und das dazugehörige Material abholen konnten. »Die Durchführung der Ausgabeaktion hat Corona-gerecht nur funktioniert, weil sich alle beteiligten Personen, Ausgabehelfer und Abholer, streng an die Hygiene-Vorgaben hielten«, lobte der Geschäftsstellenleiter des Trägervereins Stefan Neiber. Der Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege Josef Stein resümierte: »Es freut mich sehr, dass gerade in diesem Jahr, in dem Streuobstwiesen zum immateriellen Weltkulturerbe ernannt wurden, ein neuer Rekord an ausgegebenen Bäumen auf-gestellt wurde. 690 Obstbäume, das ist schon eine Nummer. 2015 fand die Biosphären-Obstbaum-Aktion zum ersten Mal statt. Diese Bäume kommen nun bald in den ersten Ertrag. Als Kreisfachberater sehe ich in den kommenden Jahren die Aufgabe darin, für genügend Angebote zur Verwertung des Obstes, sei es durch Keltereien oder auch Dörranlagen, zu sorgen.«

Obstbäume und Obstanger gehören laut Dr. Peter Loreth, Leiter der Biosphären-Verwaltungsstelle, als prägendes Element zum heimischen Landschaftsbild. »Sie sind ökologisch bedeutsam, da sie Bienen und anderen Tierarten Nahrung und Lebensraum bieten. Die Biosphären-Obstbaum-Aktion ist also ganz im Sinne des UNESCO-Auftrags«, so Dr. Peter Loreth. Susanne Thomas, Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbands ergänzt: »Streuobstwiesen sind ein typisches Element der Kulturlandschaft und wegen ihrer hohen ökologischen Bedeutung ein wichtiger Baustein für den Biotopverbund. Wir als Landschaftspflegeverband können vor allem bei der Pflege und Erhaltung alter Streuobstwiesen helfen.« Die »Biosphären-Obstbaum«-Pflanzaktionen werden einmal pro Jahr durchgeführt. An der Aktion können Eigentümer von geeigneten Flächen zur Ergänzung, Reaktivierung beziehungsweise Neuanlage von Streuobstwiesen teilnehmen. Für die nächste Aktion, geplant für das Frühjahr 2022, können sich Interessierte jetzt schon vormerken lassen. Dies klappt bei Josef Stein, per E-Mail an josef.stein(at)lra-bgl.de oder unter 08651/773-853. Auch bei Stefan Neiber, per E-Mail an stefan.neiber(at)lra-bgl.de, oder unter 08651/773-519.

fb

Mehr aus Berchtesgaden