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Festsaal war Thema in der Siegsdorfer Bürgerversammlung – Sperrung des Venusberger Wegs kritisiert

Vereine wünschen sich baldige Neuverpachtung

Siegsdorf – Nur wenige, teils sehr persönlich gehaltene Fragen musste Bürgermeister Thomas Kamm im Anschluss an seinen Rechenschaftsbericht in der Bürgerversammlung beantworten.

Peter Mayer als Vorstand des GTEV Siegsdorf fragte nach der Zukunft des Festsaals, wenn, wie man hören könne, zum Jahresende die derzeitigen Pächter in Ruhestand gehen. Den Vereinen sei es vor allem wichtig, auch jetzt schon Termine für 2017 zu reservieren. Derzeit sei jedoch nicht klar, wer sich dafür zuständig fühle.

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Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen

Dazu sagte Kamm, die Gemeinde sei bereits in Kontakt mit einem interessierten Pächter. Die Verhandlungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Sollte kein Pächter gefunden werden, müsste man die zweitbeste Lösung Bewirtung von außen und Eigenvermarktung anstreben, was für die Verwaltung aber wieder zusätzliche Arbeit bedeuten würde. Saaltermine sollten bis auf Weiteres auf alle Fälle im Terminbuch der derzeitigen Pächter festgehalten werden. Die Gemeinde hoffe, in einigen Wochen eine verlässliche Lösung vorstellen zu können.

Heiner Basalyk aus der Otto- Kögl-Straße sprach auch im Namen einiger Nachbarn das für ihn leidige Thema »Sperrung Venusberger Weg« an, die der Otto-Kögl-Straße mehr Verkehr eingebracht habe. Er forderte zum wiederholten Mal die sofortige Aufhebung der Sperrung für den Durchgangsverkehr und stellte die Begründung für die Sperrung nochmals infrage.

Kamm zeigte sich verwundert über das Thema. Für ihn sei die Sperr-Begründung nach wie vor gültig und durchaus zum Vorteil der Anlieger des Venusberger Wegs. Die Gemeinde suche zurzeit nach einer sicheren Absperrvariante, die bei Veranstaltungen ein unproblematisches Öffnen und Schließen ermöglicht.

Walter Eichner aus der Haunertinger Straße äußerte seinen Unmut über die chaotischen Verhältnisse beim Um- und Ausbau des Wohn- und Geschäftshauses am Eingang der Straße. Er ging ausführlich auf die Baugeschichte und die Probleme mit der Tiefgaragenabfahrt ein. Zum Umgang mit der Baugenehmigung und dem erforderlichen Sichtdreieck bei der Ausfahrt warf er dem Gemeinderat Unvermögen und »Vetternwirtschaft« vor.

Bauaufsicht liegt beim Landratsamt

Bürgermeister Kamm verbat sich energisch die Vorwürfe gegenüber Gemeinderat und Verwaltung und verwies auf die bereits vor Jahren genehmigten Pläne. Zudem sei nicht die Gemeinde, sondern das Landratsamt für die Bauaufsicht zuständig und im vorliegenden Fall wäre auch durchaus »nachbarliches Miteinander« gefragt.

Über ein verdrehtes Hinweisschild zum Bahnübergang an der Hauptstraße informierte Gerhard Pletschacher und forderte zudem Museumshinweise zwischen Bahnhofsparkplatz und Traunbrücke, da die gelben »Elefantentritte« im Winter nicht zu sehen seien und die Besucher das Museum an der Ruhpoldinger Straße suchten. Seine weiteren Fragen und Beschwerden wurden dann so persönlich, dass Bürgermeister Kamm die Anfrage unterbrach und den Fragesteller zum persönlichen Gespräch ins Rathaus einlud.

Die Verwaltung informierte bei der Bürgerversammlung mit Stellwänden in Auszügen aus dem Ergebnis der Verkehrszählung und -befragung und zeigte Bilder der neuen Gemeinschaftsgrabstätten in Siegsdorf und Eisenärzt sowie der neuen Urnenwand in Eisenärzt.

Auch die Asylbewerbersituation im Landkreis Traunstein und in der Gemeinde Siegsdorf wurde mit Diagrammen dargestellt. Für die Besucher war zudem wieder die informative Gemeinde-Broschüre mit Daten und Zahlen aus dem vergangenen Jahr aufgelegt. Sie ist weiterhin auch im Bürgerempfang des Rathauses erhältlich. FK