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Gemeinderat Siegsdorf befürwortete Neubauten beim Brunnenbetrieb und klärte mehrere Bauvoranfragen

Neues Versandgebäude und Lkw-Aufstellfläche

Siegsdorf – Nachdem der Siegsdorfer Gemeinderat vor kurzem den Änderungsbeschluss für die Anpassung des Bebauungsplans »Sondergebiet Mineralwasser- und Brunnenbetrieb Bad Adelholzen« gefasst hatte, lagen nun bereits in der jüngsten Sitzung die Baupläne für den Neubau eines Werksschutz- und Versandgebäudes mit Haustrunkausgabe und für den Neubau einer Lkw-Aufstellfläche vor.

Im Zuge des neuen Betriebssicherheitskonzepts wird es künftig nur noch eine einzige Zufahrt auf das Werksgelände der Adelholzener Alpenquellen geben. Dazu soll in der Nähe der Einmündung der St.- Primus-Straße in die Kreisstraße TS 5 ein neues Zugangsgebäude im Ausmaß von rund 24,5 auf 16 Metern entstehen; dort sollen die Pforte, die Versandabteilung, der Werksschutz sowie eine Haustrunk-Ausgabe unterkommen.

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Die südöstliche Gebäudeecke dient als Einfahrt und wird auf einer Fläche von 6 auf 12,4 Metern überdacht. Der Gemeinderat genehmigte den vorgelegten Plan ebenso wie den Neubau einer Lkw-Aufstellfläche zwischen der bestehenden Kläranlage und der St.-Primus-Straße, für die auch eine Container-Überdachung zurückgebaut und die bestehende Trafostation versetzt werden müssen.

Grünes Licht für Bauvoranfrage

Eine Bauvoranfrage für ein Grundstück im Bebauungsplan »Siegsdorf-Nordwest« westlich der AGIP-Tankstelle an der Straße »Am Himmelreich« beschäftigte den Gemeinderat ebenfalls. Der Antragsteller möchte klären, ob im »Mischgebiet« der Neubau eines Garagen- und Wohngebäudes mit einer Größe von 10 auf 16 Meter und einer seitlichen Wandhöhe von 6,45 Metern sowie eines Dreifach-Carports (6 auf 9,5 Meter) möglich ist. Im Erdgeschoß des nicht unterkellerten Gebäudes möchte der Antragsteller Stellplätze für seine historischen Fahrzeuge sowie Technik- und Abstellräume schaffen. Im ersten Obergeschoß sollen zwei Wohnungen und im Dachgeschoß eine dritte Wohnung entstehen.

Bauausschuss und Gemeinderat hatten gegen die Bebauung grundsätzlich keine Einwendungen; die Frage, ob das Vorhaben im Gebietstyp »Mischgebiet« möglich ist, muss das Landratsamt klären. Aus gestalterischen Gründen sollte die Nordfassade aber noch einmal überarbeitet werden und der Schallschutz-Vorbau ist durch den Einbau von Schallschutzfenstern zu ersetzen.

Die Änderung des Bebauungsplans »Hammer 1« im Bereich eines Anwesens am Auweg lässt sich im »beschleunigten Verfahren« abwickeln. Der Antragsteller möchte hier ein bestehendes Nebengebäude in ein Wohnhaus umbauen und die Baugrenzen für ein zusätzliches Einfamilienhaus festlegen.

Beim Umbau des Garagengebäudes ändert sich lediglich die Nutzungsart, Kubatur und Ausmaß bleiben unverändert. Das neue Gebäude im östlichen Bereich des Grundstücks soll ein Ausmaß von 10 auf 12 Meter haben; die dazugehörigen Garagen entstehen direkt an der östlichen Mauer zum Friedhof, alle erforderlichen Stellplätze sind bereits im Plan aufgenommen und auch die notwendige Anbau-Verbotszone zur Bundesstraße wurde bereits berücksichtigt. Der Gemeinderat genehmigte die Änderung, sämtliche anfallenden Kosten gehen zu Lasten des Antragstellers.

Auftragsvergabe für Kanal

Eine weitere Auftragsvergabe im derzeitigen zweiten Kanalsanierungskonzept der Gemeinde gab Amtsleiter Hermann Haslinger bekannt. Eine Ausschreibung unter sieben Fachfirmen zur Kanalinspektion mit Kamerabefahrung und Dichtprüfung erbrachte fünf Angebote. Das günstigste Gebot in Höhe von 91 960 Euro lieferte die Firma KMT Kanalmesstechnik aus Lauter und bekam dafür auch den Zuschlag. FK