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Bauausschuss der Gemeinde Siegsdorf genehmigte Hallenneubau auf dem Werksgelände

Neues Hochregallager für Brückner

Siegsdorf – Mit einem Antrag auf vorzeitige Baugenehmigung zum Neubau einer Halle für ein Hochregallager auf dem Werksgelände der Brückner Group GmbH befasste sich der Bauausschuss des Siegsdorfer Gemeinderats. Das Gremium hatte keine Einwände.

Der zur Bebauung vorgesehene Bereich liegt im Bebauungsplan »Gewerbegebiet zwischen der Autobahn und der Königsbergerstraße«, für den bereits ein Änderungsverfahren auf den Weg gebracht wurde.

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Die geplante Halle soll in einer Größe von rund 20 mal 51 Meter errichtet werden und hat eine seitliche Wandhöhe von 9,25 Meter. Die nördliche Hälfte der Halle wird geschlossen ausgeführt, der südliche Bereich bleibt nach Westen hin offen, das Dach wird als Flachdach mit Trapezblech-Eindeckung ausgeführt. Laut den eingereichten Unterlagen verursacht der Neubau insgesamt kein höheres Verkehrsaufkommen in diesem Werksbereich und die südlich angrenzenden Nachbarn haben dem Neubau bereits per Unterschrift zugestimmt. Die Zufahrt erfolgt wie bisher über die Breslauerstraße, die Abfahrt über die Königsbergerstraße.

Nachdem für das Bauleitverfahren zwischenzeitlich die »Planreife« angenommen werden kann und die Festsetzungen des Bebauungsplans eingehalten werden und auch ein Entwässerungsplan vorliegt, erhob der Ausschuss keine Einwendungen gegen das Bauvorhaben.

Für ein Hanghaus ohne Keller in der Wernleitenstraße beantragte der Besitzer die Aufstockung der Doppelgarage im Hang. Nachdem der Entwurf nicht den Vorstellungen der Bauverwaltung entsprach und Bezugsfälle befürchtet werden, nahm der Ausschuss eine Ortsbesichtigung vor. Man schlug dem Bauwerber dabei eine Anhebung des Dachstuhls um einen Meter vor. Unter dem neuen Satteldach könnte dann der erforderliche Stauraum geschaffen werden.

Auch ein Ferienhaus im Ferienpark Vorauf-Feichten nahm der Ausschuss im Rahmen einer Ortsbesichtigung in Augenschein. Der Besitzer hatte im Rahmen der Modernisierung seines Hauses »Typ Oslo« den Anbau eines Eingangshäuschens mit 4 x 2,80 Meter (11,20 Quadratmeter Grundfläche) beantragt. Im Bebauungsplan sind für solche Anbauten aber maximal sechs Quadratmeter Grundfläche vorgesehen. Der vorliegende Plan erschien den Ausschussmitgliedern im Verhältnis zum bestehenden Ferienhaus viel zu groß, man schlug dem Bauwerber daher eine Reduzierung auf die vorgeschriebene Anbaugröße vor.

Im Geltungsbereich des Bebauungsplans »Gamperlmühlstraße« wird für ein kürzlich errichtetes Wohnhaus der Neubau einer Garage mit Werkstatt, Carport und Vordach beantragt, der anders als im Plan vorgesehen jetzt auf der Nordseite angebaut werden soll. Für diesen Standort sind jedoch keine Baugrenzen eingetragen. Nachdem die Nachbarn der Verschiebung des Gebäudes bereits zugestimmt haben und die Abweichung auch unter Würdigung der nachbarlichen Interessen mit öffentlichen Belangen vereinbar ist, stimmte der Bauausschuss der Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans einstimmig zu. FK