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Siegsdorfer Gemeinderat entschied sich für »Minimal-Lösung« für rund 834 000 Euro

Günstige Variante für die Sanierung der Schule

Siegsdorf – In einer nichtöffentlichen Sondersitzung hatte sich der Siegsdorfer Gemeinderat intensiv mit den vom Bauamt vorgelegten Varianten zum Gesamt-Sanierungs-Konzept der Grund- und Mittelschule befasst. In öffentlicher Sitzung wurde nun bekannt, dass sich das Gremium mehrheitlich für die günstige Variante entschieden hat.

Bereits Ende September war der Bauausschuss über die Planungen und Kostenschätzungen informiert worden und hatte die Unterlagen an die Fraktionen zur Beratung weitergeleitet. In der Sondersitzung Anfang Oktober erläuterte Bauamtsleiter Franz Hell noch einmal ausführlich die Kostenzusammenstellung für die große Variante mit Kosten von 1,8 Millionen Euro und demgegenüber auch die »Minimal-Lösung« mit einem Aufwand von rund 834 000 Euro.

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Die Mitglieder von CSU, SPD und UW vertraten einhellig die Meinung, auch mit der »kleinen Lösung« könne das Gebäude wieder auf einen guten baulichen Zustand und seine volle Funktionsfähigkeit gebracht werden. Da dabei auch die energetische Sanierung in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen beinhaltet ist, könne damit ein zukunftsfähiger Schulbetrieb über viele Jahre gesichert werden. Vor allem die lange Amortisationszeit der energetischen Mehraufwendungen bei Fenstern und Fassaden hielten die Fraktionen für nicht wirtschaftlich genug.

Die Grünen hielten dagegen und vertraten die Ansicht, dass die Gemeinde in Sachen energetische Sanierung eine Vorbildfunktion zu erfüllen hätte. Die lange Amortisationszeit der aufwendigen Dämmung spiele keine Rolle, man sehe den verbesserten energetischen Standard als Investition in die Zukunft. Mit 14 zu 8 Stimmen entschieden sich die Gemeinderäte schlussendlich für die kleine Lösung. Mit den Arbeiten soll im kommenden Frühjahr begonnen werden, damit zum Schulbeginn im Herbst der Großteil der Arbeiten abgeschlossen ist. In Gesprächen mit der Schulleitung wurden bereits die notwendigen räumlichen Umstrukturierungen besprochen, der Schulbetrieb kann ohne große Einschränkungen und auch ohne Container-Behelfsklassenzimmer aufrechterhalten werden.

Ein Nachtragsangebot zum Neubau der Straße von Hörgering nach Gschwendt-Öd in Höhe von 90 000 Euro für unvorhergesehene zusätzliche Leistungen wurde vom Gremium ebenfalls in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig genehmigt. Den Mehrausgaben stehen an andere Stelle Einsparungen von fast 49 000 Euro gegenüber, sodass sich die Mehrkosten auf rund 41 000 Euro belaufen. Der Gesamtkostenrahmen von 460 000 Euro kann, wie im Haushaltsplan veranschlagt, eingehalten werden. FK