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Bei der Bürgerversammlung im Festsaal blickte Bürgermeister Thomas Kamm auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Der Gemeinde Siegsdorf geht es gut

Siegsdorf – Im Siegsdorfer Festsaal gab Bürgermeister Thomas Kamm im Rahmen der Bürgerversammlung einen ausführlichen Einblick in die Aufgaben der Gemeinde und legte den interessierten Bürgern die Finanzen der Gemeinde offen. Sein Fazit: »Uns geht es nach wie vor gut, auch wenn wir in den nächsten Jahren wohl einen Rückgang der Steuereinnahmen verzeichnen werden müssen«.

Der Erweiterungsbau der Siegsdorfer Mittelschule war eine der größten Investitionen der Gemeinde im vergangenen Jahr. (Foto: Krammer)

Zu Jahresbeginn hatte die Gemeinde 18,1 Millionen Euro Rücklagen als Reserve auf der hohen Kante. Kamm würdigte seinen Gemeinderat für die konstruktive und zielführende Arbeit zum Wohle der Gemeinde und auch die Gewerbetreibenden, die mit guter Arbeit und der Schaffung von Arbeitsplätzen den Wohlstand der Gemeinde mitverantworten. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2008 seien – begründet auf dem guten Fundament der Vorgänger – über 40 Millionen Euro investiert und die Schulden komplett abgebaut worden.

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Kamm berichtete, die Gemeinde habe im vergangenen Jahr 137 Mitarbeiter beschäftigt, davon 88 Frauen und 15 Mitarbeiter mit Behinderung. Ein besonderes Anliegen sei es ihm jedes Jahr, die ausgezeichnete Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in der Bücherei hervorzuheben, in der über 6700 Besucher fast 20 000 Ausleihungen tätigten. Im Naturkundemuseum seien erstmals, vermutlich aufgrund des anhaltend schönen Wetters in den Ferien, die 40 000 Besucher nicht erreicht. Über 21 Prozent der Besucher rekrutierten sich dabei aus den Zusatzprogrammen des Steinzeit-Gartens, der wie das Museum an 273 Tagen des Jahres geöffnet war.

8452 Einwohner mit Erstwohnsitz waren zum Jahresende in Siegsdorf gemeldet, 180 mehr als ein Jahr zuvor, wobei den Hauptanteil des Zuwachses die 108 Asylbewerber im Marienheim Eisenärzt ausmachten. 46,8 Prozent der Bürger sind dabei älter als 50 Jahre, nur 16,27 Prozent jünger als 18 Jahre. Die Zu- und Abwanderung im Laufe des Jahres betrage mittlerweile fast zehn Prozent.

Die zehn Kindergartengruppen mit 270 Plätzen seien ebenso voll ausgelastet wie die 26 Krippenplätze. Ein Ausbau der Betreuungsplätze scheine aber in den nächsten Jahren nicht notwendig. An der Grund- und Mittelschule werden derzeit 543 Kinder von 43 Lehrern unterrichtet. Deren gute Arbeit mit Unterstützung einer engagierten Jugendsozialarbeit, ein hochwertiges Zusatzangebot mit Sport und Technik, ein Sponsoren-Team und ein positives Gesamtumfeld sollten auch künftig die steigende Attraktivität gewährleisten. Für die Jugendarbeit in den Vereinen und Organisationen stellte die Gemeinde 140 000 Euro bestens angelegte Hilfe zur Verfügung. Die drei Kleinbusse würden von den Vereinen übers ganze Jahr ausgiebig für ihre Aufgaben in der Jugendbetreuung genutzt.

Auch die Arbeit des Bauamts mit den Projekten im Straßenbau, den vielen Unterhaltsmaßnahmen und Planungen streifte der Bürgermeister und verwies darauf, dass derzeit 30 offene Bauleitverfahren die Mitarbeiter beschäftigen.

Die Ergebnisse der Verkehrszählung und das daraus resultierende Verkehrsgutachten werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Laufe des Frühjahrs bekannt gegeben. Erste Erkenntnisse brachten überraschende Zahlen mit mehr als 10 000 Fahrzeugen täglich in der Ortsmitte.

Auch die Tourismuszahlen, die Arbeiten bei Wasser, Kanal und Straßenbeleuchtung sowie das gemeindliche Schwimmbad waren Themen des Rückblicks, bevor Thomas Kamm am Beispiel der vier gemeindlichen Feuerwehren die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit in den Vereinen und Organisationen für ein lebenswertes Umfeld herausstellte. Mit einem Lob an den Helferkreis für die unglaublich hilfreiche Unterstützung bei der Betreuung der Asylbewerber schloss der Bürgermeister seinen Rückblick. FK