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Der Siegsdorfer Gemeinderat änderte den Bebauungsplan

Dachgauben sind künftig erlaubt

Siegsdorf – Im ursprünglichen Bebauungsplan Siegsdorf-Seelau aus dem Jahr 1997 wurde der Bau von Dachgauben oder Aufbauten in den Festsetzungen ausdrücklich ausgeschlossen. Jetzt änderte der Siegsdorfer Gemeinderat dies: So sind Dachgauben dort künftig erlaubt.

In den letzten Jahren nahmen Gemeinde und Landratsamt bereits mehrmals Änderungen zum Einbau von Dachgauben vor. Aus aktuellem Anlass erarbeitete die Bauverwaltung in Abstimmung mit dem Landratsamt nun eine generelle Änderung der Festsetzungen, um bei künftigen Bauvorhaben mit der Zulassung von Dachgauben oder -aufbauten die vorhandene Bausubstanz besser zu nutzen und einer zusätzlichen Bodenverdichtung entgegen zu wirken. Künftige Dachaufbauten sind in der Gestaltung jedoch mit der Bauverwaltung und dem Landratsamt abzusprechen. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat die Änderung, die im sogenannten vereinfachten Verfahren abgewickelt werden kann.

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Ebenso einhellig stimmte das Gremium einem Umbau und einer Nutzungsänderung im Schwesternheim St. Hildegard in Alzing zu. Bereits 2011 wurde dem Umbau des Personalhauses in ein Gästehaus zugestimmt, die damaligen Änderungen betrafen aber nur das Obergeschoß. Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul benötigt nun auch die im Untergeschoß des Gästehauses betriebene Wäscherei nicht mehr und möchte die Räumlichkeiten in sieben Appartements umwandeln. Die Fassade bleibt fast unverändert, auch die Technik- und Heizungsräume bleiben erhalten.

Eine weitere Anfrage kam aus der Wagnerstraße. Dort möchten die Besitzer das bisher als Garage und Gerätehaus genutzte Nebengebäude so umbauen, dass eine separate Wohneinheit als Alterssitz entstehen kann. Im Untergeschoß des Nebengebäudes ist bereits eine Sauna integriert, der Garagenstellplatz im Obergeschoß würde wegfallen. Um die zwei Stellplätze für eine zweite Wohneinheit zu schaffen, soll der Bereich zwischen den Gebäuden baulich so aufgeweitet und mit Säulen gestützt werden, dass zwei Autos Platz finden.

Nach einer lebhaften Diskussion über die Schaffung von Schneeablageflächen und die Grenzabstände von Zäunen entlang der Gemeindestraßen genehmigte das Gremium die Nutzungsänderung mit einigen Auflagen. Zum einen ist festzulegen, dass der Schnee im Winter auf dem eigenen Grundstück zu lagern ist, und zum anderen ist zu prüfen, ob im Genehmigungsbescheid eine spätere Grundstückstrennung ausgeschlossen werden kann.

In der abschließenden Diskussionsrunde kam die Frage, warum sich denn die Deponiesanierungsarbeiten an der Adelholzener Straße so lange hinziehen. Wie Bürgermeister Thomas Kamm dazu erklärte, liegen die Verzögerungen zum einen an einer deutlich höheren Kontaminierung des Aushubs als angenommen, zum anderen dauern die entsprechenden Untersuchungen jeweils mehrere Tage. Das abgelagerte Material kann in der Zwischenzeit nicht umgelagert oder bewegt werden. Die höhere Klassifizierung werde sehr wahrscheinlich auch die Gesamtkosten deutlich erhöhen. Nach aktueller Aussage der Firma sollte die Straße aber spätestens am kommenden Donnerstag wieder frei befahrbar sein. FK