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Gemeinde Siegsdorf und der neue Besitzer wollen das große Gelände in Hörgering umwidmen

Aus dem Ferienpark soll ein Wohngebiet werden

Siegsdorf – Mit einer Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans für das Sondergebiet »Feriensiedlung Hörgering« wollen die Gemeinde Siegsdorf und der derzeitige Besitzer das mehr als 80 000 Quadratmeter große Gelände der bisherigen Feriensiedlung in ein »allgemeines Wohngebiet« (WA) umwidmen.

»Einheimischen-Modell« auf einem Teil der Fläche

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Wie Bürgermeister Thomas Kamm in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates verlauten ließ, habe die Gemeinde in einem Vorvertrag auch bereits einen Teil der bebaubaren Fläche erworben. Auf diesem Teil könnte das lange gewünschte »Einheimischen-Modell« verwirklicht werden.

Die Regierung von Oberbayern signalisierte bereits Einverständnis zur Umwandlung in ein Wohngebiet und regte an, alle Flächen rund um den »Bayernpark« im Flächennutzungsplan aufzunehmen und die Nutzung entsprechend zu definieren. Die bisher bebaute Fläche mit etwa 60 000 Quadratmeter und eine noch auszuweisende Erweiterungsfläche von circa 21 000 Quadratmeter sollen ebenso wie der bisherige Parkplatz westlich der Hörgeringer Straße (3000 Quadratmeter) als »Allgemeines Wohngebiet« ausgewiesen werden. Zwei Grundstücke sollen als optische Pufferzone zur Ortschaft Hörgering dienen und als »Grünfläche« erhalten bleiben.

Vorbehaltlich der Genehmigung des Kaufvertrags beschloss der Gemeinderat einstimmig die 15. Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich des Ferienparks Hörgering.

Ebenso einstimmig entschloss man sich, im Parallel-Verfahren einen Bebauungsplan »Feriendorf Hörgering« aufzustellen. Das Planungsbüro Staller aus Traunstein hatte dazu bereits einen Vorentwurf erarbeitet, aus dem die Nutzung der einzelnen Flächen zu entnehmen war.

Mit der Aufstellung des Bebauungsplans sollen im nördlichen Bereich auch Flächen für den örtlichen Bedarf gesichert werden. Eine teilweise Auffüllung der natürlichen Mulde, die bisher als nördliche Zufahrt zum Zentralgebäude diente, könnte weiteres Bauland schaffen und ist auch zur Renaturierung und zur Ausweisung von naturschutzrechtlichen Ausgleichsflächen vorgesehen.

Nutzung als Feriensiedlung nicht mehr zukunftsfähig

Die Beschlüsse des Gemeinderats vom 25. Februar 2013 und vom 22. Oktober 2013 sind damit aufgehoben, eine weitere Nutzung als »Feriensiedlung« erscheint nicht mehr zukunftsfähig.

Im Rahmen der Sitzung verabschiedete sich auch der Rektor der Grund- und Mittelschule und Verbundkoordinator der »Mittelschule Chiemgau Süd«, Roland Dohlus, der in Ruhestand geht. Bürgermeister Kamm sprach ihm den Dank der gesamten Gemeinde für seinen Einsatz »zum Wohl der Kinder« aus.

Der Rektor bedankte sich für die großartige Unterstützung aus dem Gemeinderat, der Verwaltung und dem gemeindlichen Bauhof. »Nicht zuletzt dank ihrer Unterstützung konnten wesentliche Verbesserungen im Schulbetrieb und die notwendige Schulerweiterung unkompliziert verwirklicht werden«, freute sich Dohlus und verwies auf die ständig steigenden Schülerzahlen vor allem in den M-Zügen des Mittelschulverbunds. FK