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Alte Fotos für die Ruhpoldinger Ausstellung werden schon gesichtet

Maibaumaufstellen vor 80 Jahren

Ruhpolding – Viel Arbeit gibt es noch bis zum Sommer für das Organisationsteam um Anton Zeller. Schließlich soll die Ausstellung »Begegnungen, Kultur, Kunst & Gemeinde« vom 18. August bis 3. September wieder ein besonderer Tupfen im Kulturkalender Ruhpoldings werden.

Geballte menschliche Kraft beim Maibaumaufstellen: So plagten sich die Trachtler 1937.

Man sei »gut auf dem Weg«, bestätigte Cheforganisator Zeller. Viele alte Unterlagen wie Karteikarten, Katastereinträge und Fotos würden zurzeit gesichtet und dann entschieden, was für die Ausstellung verwendet werden soll.

Und da spielt der Zufall plötzlich eine Rolle. Der versierte Hobbyheimatforscher Helmut Müller sen. entdeckte im Freilichtmuseum Glentleiten alte Fotos aus Ruhpolding, aufgenommen von der mittlerweile verstorbenen Fotografin Erika Groth-Schmachtenberger. Diese zeigen unter anderem das Maibaumaufstellen 1937 am Dorfbrunnen. Die Bilder ließ er postwendend kopieren und steckte sie in sein umfangreiches Archiv. Jetzt – genau 80 Jahre später – sind sie somit Zeitzeugen aus längst vergangener Zeit und beweisen, mit wie viel körperlicher Kraft so ein »Traditionssteckerl« aufgestellt wurde. Die vielen Vorschriften der heutigen Zeit, so zum Beispiel die Sicherung beim Aufstellen des Baumes mittels Kran, waren damals kein Thema.

In Anbetracht der Bilder denkt man unweigerlich an »Das königlich bayerische Amtsgericht«, eine beliebte Fernsehserie Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre, wo es im Vorspann immer so schön hieß: »Das Bier war noch dunkel, die Menschen waren typisch, die Burschen schneidig und die Dirndl sittsam…...«. hab