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Schleuser und gesuchte Straftäter festgenommen

Über 18 000 Zigaretten über die Grenze geschmuggelt

Rund 18 800 Zigaretten, Kleidungsstücke und Testosteron hatte am Wochenende ein verdächtigter Schleuser auf der A8 im Gepäck – die zwei illegal mitgebrachten Personen mussten das Land sofort wieder verlassen.

Foto: Symbolbild, pixabay

Einbrecher und Straftäter festgenommen

Am Samstag stoppten Bundespolizisten auf der B21 nahe Bad Reichenhall einen Pkw mit polnischer Zulassung. Wie sich mithilfe des Fahndungscomputers herausstellte, wurde der Fahrer, ein 37-jähriger Pole, von der Berliner Staatsanwaltschaft per Haftbefehl gesucht. Der Mann war wegen schweren Diebstahls verurteilt worden. Die Beamten brachten ihn in eine Münchner Justizvollzugsanstalt. Dort muss er insgesamt 535 Tage absitzen.

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In die Bernauer Haftanstalt lieferten die Bundespolizisten einen Kroaten ein. Auch gegen den 24-Jährigen lag ein Haftbefehl vor. Er war vom Amtsgericht in Wolfratshausen wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro verurteilt worden. Da er seine Justizschulden auch bei der Festnahme in der Kontrollstelle auf der A8 bei Schwarzbach nicht begleichen konnte, musste er ersatzweise eine 90-tägige Freiheitsstrafe antreten.

Zigaretten-Schmuggler erwischt

Für zwei Syrer und eine afghanische Staatsangehörige war die Reise mit der Kontrolle an der Anschlussstelle Anger beendet. Das Trio war mit dem Auto auf der A8 in Richtung München unterwegs. Der 51-jährige syrische Fahrer konnte sich mit einem österreichischen Flüchtlingspass ausweisen. Sein 28-jähriger Beifahrer und die 21-jährige Afghanin hatten keine Papiere für den geplanten Aufenthalt in Deutschland. Der Fahrzeugführer wird beschuldigt, die anderen Mitfahrer eingeschleust zu haben.

Im Kofferraum seines Wagens fanden die Beamten im Gepäck zudem rund 18 800 Zigaretten, die ohne Steuerbanderole eingeführt worden waren, und ein kleines Fläschchen mit Testosteron. Das Dopingmittel und die unversteuerten Zigaretten konnten letztlich dem mutmaßlichen Schleuser zugeordnet werden. Der Mann, der in Wien seinen Wohnsitz hat, durfte das Bundespolizeirevier in Bad Reichenhall zwar nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen, wird sich aber voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern sowie wegen der Verstöße gegen die Abgabenordnung und das Anti-Doping-Gesetzt verantworten müssen. Auch seine beiden unerlaubt eingereisten Begleiter, die kein Interesse an Schutz oder Asyl in Deutschland hatten, mussten das Land wieder verlassen.

Pressemeldung der Bundespolizei