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Fahrverbote für Fahrräder mit Fässchen - ist das rechtens?

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Riesenfahrräder in Berlin - Party
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Streit um Berliner Bierbikes ARCHIV - 27.07.2013, Berlin: Ein Bierbike fährt am Reichstag in Berlin vorbei. An den Riesenfahrrädern mit Bierfass an Bord scheiden sich die Geister. Der Betreiber in Berlin "Bigbike" klagt, weil er die Gefährte nicht überall auf die Straße schicken darf. Foto: Rainer Jensen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: dpa

Manche finden sie nervend, für andere sind sie ein Partyspaß. An Bigbikes in Berlin scheiden sich die Geister. Und warum dürfen sie nicht überall fahren? Nun kommt der Streit vor Gericht.


Berlin - Das Berliner Verwaltungsgericht verhandelt am Donnerstag (11.00 Uhr) über sogenannte Bigbikes auf den Straßen der Hauptstadt. Ein Unternehmer, der die Riesenfahrräder mit bis zu 16 Sitzplätzen, Musikanlage und Bier vom Fass vermietet, hat gegen das Bezirksamt Mitte geklagt.

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Die Behörde hatte ihm eine Sondernutzungserlaubnis für die Gefährte erteilt, die auch Bierbikes genannt werden. Die Zeiten und Straßen, die befahren werden können, wurden aber beschränkt. Der Boulevard Unter den Linden, Leipziger Straße und Friedrichstraße sind demnach tabu, auch Fahrverbote für Zeiten mit viel Verkehr an Werk- und Samstagen wurden verhängt.

Dies ist aus Sicht des Unternehmers rechtswidrig. Er verlangt, die einschränkenden Bestimmungen aufzuheben. Die Straßenauswahl sei willkürlich. Zudem komme es nicht zu Verkehrsbehinderungen. Unfälle habe es auch nicht gegeben. «Wir lassen keine Sauftouristen auf die Straße», sagte Bigbike-Geschäftsführer Ulrich Hoffmann-Elsässer der Deutschen Presse-Agentur.

In der Vergangenheit war wiederholt Kritik an lärmenden, angetrunkenen Gästen auf den Gemeinschaftsrädern laut geworden.

dpa