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Zwei Tote und ein Vermisster bei Explosion auf Tankschiff in Duisburg

Duisburg (dpa) - Bei einer Explosion auf einem Tankschiff sind in einer Duisburger Werft mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein dritter Arbeiter wurde trotz intensiver Suche auch Stunden nach dem Unfall am Abend noch immer vermisst.

Explosion im Duisburger Hafen
Feuerwehrmänner begutachten in Duisburg den Ort der Explosion gekommen. Foto: Marcel Kusch Foto: dpa
Tankschiff
Am frühen Morgen war es auf dem Schiff zu der Explosion gekommen. Foto: Marcel Kusch Foto: dpa
Polizisten im Einsatz
Zwei Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Foto: Marcel Kusch Foto: dpa
Löschen
Ein Großaufgebot der Feuerwehr konnte das Feuer nach rund einer Stunde löschen. Foto: Marcel kusch Foto: dpa
Schaden
Mindestens einer der Tankräume wurde durch die Explosion aufgerissen. Foto: Marcel kusch Foto: dpa
Fundstück
Rund 600 Meter vom Explosionsort entfernt findet die Polizei ein etwa 250kg schweres Schiffsteil. Die genaue Ursache ist noch unklar. Foto: Marcel Kusch Foto: dpa

Durch die Explosion am Morgen in einem der Laderäume wurde das Vorderdeck des Schiffes komplett zerstört. Das Schiff lag für eine Generalinspektion im Hafenbecken der Werft. Zwei Arbeiter wurden durch die Wucht der Explosion getötet und mehrere 100 Meter weit an Land geschleudert.

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Für die Suche nach dem vermissten dritten Mann wurden auch Taucher eingesetzt. Sie mussten die Suche wegen der Lichtverhältnisse am Abend allerdings zunächst unterbrechen, wie eine Sprecherin sagte.

Die Polizei ging von einer Gasexplosion aus. Der Treibstoff des Tankers soll nicht in die Luft geflogen sein. Schiffsteile wurden noch in einer Entfernung von mehr als einem halben Kilometer entdeckt. Ausgangspunkt für die Explosion waren nach ersten Erkenntnissen die Arbeiten auf dem Spezialtankschiff.

Aus dem Laderaum drang nach dem Unglück dichter Rauch. Ein Großaufgebot der Feuerwehr konnte den Brand nach rund einer Stunde löschen. Auch ein Löschboot war im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft schaltete einen Brandsachverständigen ein. Das Landesumweltamt ordnete Wasserproben an.

Das 2005 gebaute und 110 Meter lange Binnentankschiff «Julius Rütgers» des Duisburger Großreeders Jaegers liegt in einem Hafenbecken auf dem Werftgelände neben einem weiteren Schiff.

Tankschiffe dürfen eine Werft nur ohne Ladung anlaufen. Das Schiff befördert nach Angaben des Reeders unter anderem heißen Bitumen und Schweröle. Dafür ist es ausgerüstet.

Seite Marine Traffic