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Zentralrat warnt vor Antisemitismus junger Muslime

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Dieter Graumann
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Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann. Foto: Martin Schutt/Archiv Foto: dpa

Berlin (dpa) - Der Zentralrat der Juden in Deutschland verlangt von den muslimischen Gemeinden mehr Einsatz gegen Antisemitismus. Die Verantwortlichen müssten Judenfeindschaft «viel offensiver bekämpfen, auch wenn oder gerade weil das nach innen unpopulär sein mag», so Präsident Dieter Graumann.


Graumann sieht unter jungen Muslimen «immer stärker werdende Tendenzen» zum Antisemitismus. «Wenn hier auf Schulhöfen und Sportplätzen "Jude" als gängiges Schimpfwort gebraucht wird, ist das eine brennende Wunde, ein Skandal», sagte Graumann der Tageszeitung «Die Welt».

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Zugleich betonte Graumann: «Die allermeisten antisemitischen Straftaten kommen noch immer von Rechtsradikalen.» Er sprach sich für ein Verbotsverfahren gegen die rechtsradikale NPD aus. Würde man jetzt auf einen Antrag verzichten, «wäre dies ein enormer Triumph für die Faschisten».