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Zehn Migranten und Schleuser in Griechenland verbrannt

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Migranten in Lastwagen verbrannt
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Unter den Opfern sollen auch drei Minderjährige sein. Foto: AP Foto: dpa

Athen/Kavala (dpa) - Auf dem Weg von der türkisch-griechischen Grenze nach Westgriechenland sind am Samstag zehn Migranten und ihr mutmaßlicher Schleuser ums Leben gekommen.


Ihr Minibus kollidierte in der Nähe der nordgriechischen Hafenstadt Kavala frontal mit einem Kleinlaster, wie der staatliche Rundfunk (ERA) berichtete. Beide Fahrzeuge gingen in Flammen auf.

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«Die Menschen sind verkohlt und können schwer identifiziert werden», sagte ein Verkehrspolizist der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Opfern seien auch drei Minderjährige. Der Fahrer des Lastwagens überlebte den Angaben der Feuerwehr zufolge mit leichten Verletzungen. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Schleuser versprechen Flüchtlingen, sie trotz weitgehender Schließung der Balkanroute in den Norden des Balkans oder über die Adria nach Italien und danach nach Mitteleuropa zu bringen. Der noch nicht mit Zäunen versperrte Weg führt über unbewachtes Gelände durch Albanien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina.

Fast täglich nimmt die griechische Polizei Schleuser fest, die mit Minibussen oder in Hohlräumen von Lastwagen Migranten aus der Region des griechisch-türkischen Grenzflusses Evros nach Westgriechenland bringen. In den ersten neun Monaten des Jahres sind nach offiziellen Angaben 12 000 Migranten auf dieser Route nach Griechenland gekommen.