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Weiter Streit um Platzvergabe beim NSU-Prozess

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NSU-Prozess
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Im Sitzungssaal 101 des Oberlandesgericht München soll am 17. April der NSU-Prozess beginnen. Foto: Peter Kneffel/Archiv Foto: dpa

Berlin (dpa) - In der Diskussion um die Platzvergabe im NSU-Prozess hat der CSU-Innenexperte Stephan Mayer zehn feste Plätze für ausländische Medien verlangt. Dafür solle das Oberlandesgericht München die Zuschauerplätze im Gerichtssaal entsprechend verringern, sagte Mayer der »Bild«-Zeitung.


»Das Gericht sollte zehn der 50 festen Zuschauerplätze für ausländische Medien reservieren, besonders für die türkische Presse«, forderte der innenpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag.

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Das OLG will bislang nichts an der Platzvergabe ändern. Der Prozess gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer der Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) beginnt am 17. April. Das Gericht war vor allem in die Kritik geraten, weil es für türkische Medien keine festen Plätze im Gerichtssaal garantiert. Acht der zehn mutmaßlichen Opfer der rechtsextremen Terrorzelle NSU haben türkische Wurzeln.