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Waldbrandgefahr in vielen Regionen auf höchster Stufe

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Waldbrand bei Oranienburg
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Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand bei Oranienburg. In einem Waldstück im nördlichen Brandenburg war in der Nacht zu Ostermontag ein großes Feuer ausgebrochen. Foto: Julian Stähle Foto: dpa

Die Gefahr von Waldbränden ist vielerorts in Deutschland besorgniserregend. Der Boden ist oft knochentrocken. Auffrischender Wind tut ein Übriges. Für ganz Brandenburg gilt die höchste Stufe 5.


Berlin (dpa) - Wegen akuter Waldbrandgefahr herrscht in vielen Regionen Deutschlands inzwischen die höchste Warnstufe. Das Umweltministerium in Brandenburg rief am Dienstag nun auch flächendeckend für das Bundesland die Stufe 5 aus.

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Der Waldbrandgefahren-Index des Deutschen Wetterdienstes (DWD) markierte darüber hinaus den Süden Mecklenburg-Vorpommerns, das nördliche Sachsen, den Osten Sachsen-Anhalts sowie die Region um das niedersächsische Celle als sehr stark gefährdet.

In Spremberg bei Cottbus brannten in der Nacht zu Dienstag 4,5 Hektar, wie der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel sagte. Das Feuer sei kurz vor Mitternacht gemeldet worden und in den frühen Morgenstunden gelöscht. Probleme mit Bränden gab es aber auch zum Beispiel in Bayern. In Hersbruck östlich von Nürnberg geriet am Ostermontag ein 1 Hektar großes Waldstück in Flammen. Weil die Fläche schwer zugänglich war, stellten Landwirte ihre Güllefässer für den Wassertransport zur Verfügung, wie Kreisbrandrat Norbert Thiel sagte.

Nach dem Riss einer Stromleitung gerieten in einem Dorf östlich von Schwerin zwei Hektar Wald in Brand. Ein umstürzender Baum hatte die Hochspannungsleitung beschädigt, wie die Polizei mitteilte. 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

In Niedersachsen war die Feuerwehr nach zwei großen Moorbränden am Dienstag noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Das Feuer in der Nähe von Vechta, das am Ostermontag ausgebrochen war, sei fast vollständig gelöscht, sagte eine Polizeisprecherin. Zum Nachlöschen seien noch rund 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Am Vortag waren es bis zu 400 gewesen. Gebrannt hatte es auf mehreren Hektar Fläche.

Auch im Norden Sachsens dürfen wegen der teils sehr hohen Waldbrandgefahr einige Wälder vorerst nicht mehr betreten werden. Dort galt am Dienstag die höchste Warnstufe 5. Der Monat April sei in Sachsen bisher wieder »arg trocken« gewesen, sagte Meteorologe Florian Engelmann vom DWD. Bis einschließlich Ostern fielen in Sachsen im Schnitt gerade einmal 2,1 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das langjährige Mittel für April liegt laut DWD bei 58,4 Liter pro Quadratmeter.

Die Gefahr von Waldbränden ist noch ein wenig höher als im Vorjahr, warnen die Niedersächsischen Forsten. »Ursache sind die trockenen Pflanzenreste des vergangenen Jahres«, erklärte Sprecher Mathias Aßmann. »Das frische Grün kommt erst noch.« Wie ein Fön trockne der Wind etwa altes Gras und könne auch zu einer raschen Ausbreitung eines Feuers beitragen. Wichtige Faktoren bei der Waldbrandgefahr seien deshalb Wind und Trockenheit, die Temperaturen spielten nur eine nachgeordnete Rolle. Angesichts der Brandgefahr sei es derzeit mehr als fahrlässig, in den Wäldern zu rauchen oder anders mit offenem Feuer zu hantieren, warnte Aßmann. Aus dem Auto geworfene Zigarettenkippen könnten zu Feuern an Böschungen führen. »Die Bürger sollten bei Bränden sofort den Notruf wählen«, sagte er.

Immerhin rechnet der DWD wegen des ein oder anderen Regenschauers vielerorts zumindest vorübergehend mit einer leichten Entschärfung.

Waldbrandgefahren-Index

Warnstufen Brandenburg

Warnstufen Sachsen-Anhalt