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Video: Polizist in Cleveland schoss sofort auf Zwölfjährigen

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Tatort-Video
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Ein Überwachungsvideo zeigt, wie Tamir Rice mit einer Spielzeugwaffe herumfuchtelt - Sekunden vor seinem Tod. Foto: Cleveland Ohio Police Department Foto: dpa
Tamir Rice
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So sah er aus: Ein Demonstrant mit einem Foto von Tamir Rice. Foto: David Maxwell Foto: dpa
Protest in Cleveland
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Protest in Cleveland nach dem Tod von Tamir Rice. Foto: David Maxwell Foto: dpa
Demonstrant in Ferguson
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Noch immer harren Demonstranten in Ferguson aus. Der landesweite Protest ist aber merklich abgeflaut. Foto: Alexey Furman Foto: dpa
Michael Browns Grab
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Michael Browns Grab in Ferguson. Foto: Larry W. Smith/Archiv Foto: dpa
Familie von Michael Brown
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Die Familie von Michael Brown reagiert fassungslos über die Entscheidung. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Protest in L.A.
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Demonstranten protestieren in Los Angeles gegen die Entscheidung der Geschworenen in Ferguson. Foto: Michael Nelson Foto: dpa
Protest in Cleveland
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Protest in Cleveland. In der Stadt im Nordosten der USA erschuoss ein Polizist einen Zwölfjährigen, der eine Spielzeugpistole in den Händen hielt. Foto: David Maxwell Foto: dpa

Cleveland/Ferguson (dpa) - Nach dem Tod eines Zwölfjährigen durch Polizeischüsse in den USA wirft ein Video neue Fragen auf. Demnach wurde der Junge, der eine Spielzeugpistole bei sich trug, binnen Sekunden nach der Ankunft eines Streifenwagens aus nächster Nähe getötet.


Nach Polizeiangaben hatte der Beamte, der am Samstag in Cleveland (Ohio) geschossen hatte, die Waffe für echt gehalten. Der Junge sei aufgefordert worden, die Hände hochzunehmen, aber habe stattdessen zu seiner im Hosenbund steckenden Pistole gegriffen. Daraufhin habe der Polizist geschossen.

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Das am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichte Video stammt von einer Überwachungskamera und hat keinen Ton. Der blitzschnelle Ablauf der Schüsse auf das Kind erwecke aber Zweifel an der Darstellung der Polizei und der Rechtmäßigkeit ihres Vorgehens, kommentierten Experten im US-Fernsehen.

Die landesweiten Proteste im Zusammenhang mit dem Tod des 18-jährigen Michael Brown in Ferguson (Missouri) flauten in der Nacht zu Donnerstag - einem Feiertag in den USA - merklich ab. Der schwarze Teenager war im August ebenfalls durch Polizeischüsse ums Leben gekommen. Nach Angaben von US-Medien kam es in Ferguson lediglich zu kleinen Zwischenfällen.

Auch Proteste in anderen US-Städten blieben weitgehend friedlich. In Los Angeles wurden 130 Menschen festgenommen - aber größtenteils, weil sie Polizeiaufforderungen, sich zu entfernen, nicht befolgt hatten.

In Ferguson waren am Montag gewalttätige Unruhen ausgebrochen, nachdem Geschworene entschieden hatten, den Todesschützen Darren Wilson nicht anzuklagen. Der Polizist beruft sich auf Notwehr.

Der Tod des Jungen Tamir Rice in Cleveland hatte Kritiker in ihrem Vorwurf verbreiteter Polizeibrutalität bestärkt. Das Video zeigt das Kind, wie es in einem verschneiten Freizeitpark mit seiner Softair-Pistole hantiert und dann in einen Pavillon geht. Wenig später rast ein Streifenwagen heran, die Beifahrertür wird aufgerissen, ein Beamter springt heraus und zielt auf den Jungen. Der stirbt später im Krankenhaus an einem Bauchschuss.

Nach einer bereits zuvor veröffentlichten Tonband-Aufzeichnung hatte ein Augenzeuge den Jungen mit der Pistole gesehen und die Polizei alarmiert. Der Anrufer wies zweimal darauf hin, dass die Waffe wahrscheinlich unecht sei. Diese Information wurde jedoch nicht an den Streifenbeamten weitergegeben, wie aus einer weiteren Aufzeichnung hervorgeht.

Gegen den Todesschützen wird ermittelt. Er hat nach Polizeiangaben ausgesagt, dass er Rice dreimal aufgefordert habe, die Hände hochzunehmen, und erst geschossen habe, als der Junge zu der Pistole gegriffen habe. Sie habe keine orangefarbene Markierung am Lauf aufgewiesen, an der Spielzeugwaffen zu erkennen sind.

NBC

NPR-Bericht

The Plain Dealer

Video und Bericht der Washington Post

Polizei Cleveland bei Twitter

Bericht Ferguson, CNN