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USA schicken Kampfjets und Zerstörer Richtung Korea

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F-22
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Zwei F-22A-Kampfjets sind von den USA nach Südkorea geschickt worden. Foto: Tsgt Ben Bloker/USAF/Archiv Foto: dpa
Kim Jong Un
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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei einer Sitzung des Zentralkomitees. Foto: KCNA Foto: dpa
Anspannung an der Grenze
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Anspannung an der Grenze zwischen Süd- und Nordkorea. Foto: Barbara Walton Foto: dpa
Grenzsoldat
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Ein südkoreanischer Soldat patrouilliert im Grenzort Panmunjom. Foto: Barbara Walton Foto: dpa
Innerkoreanische Grenze
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Hier verläuft die innerkoreanische Grenze: Ein südkoreanischer Soldat im Wachhäuschen von Panmunjom. Foto: Barbara Walton Foto: dpa
Grenzkontrolle
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Grenzkontrolle an der Zufahrt zur demilitarisierten Zone. Foto: Barbara Walton Foto: dpa
Kaesong
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Trotz der jüngsten Drohungen lässt Nordkorea weiterhin südkoreanische Pendler in den gemeinsamen Industriepark in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong einreisen. Foto: Yonhap Foto: dpa
Kim Jong Un mit Militärführern
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Kim Jong Un hält die Welt in Atem. Foto: KCNA Foto: dpa
Nordkoreanische Soldaten
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Nordkoreanische Soldaten beim Drill. Foto: KCNA Foto: dpa
Raketenstellung
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Raketenstellung in Nordkorea. Foto KCNA Foto: Kcna Foto: dpa
Zentralkomitee
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Das Zentralkomitee der nordkoreanischen Arbeiterpartei tagt inmitten einer angespannten Situation. Foto: KCNA Foto: dpa
F-22
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Die USA haben F-22-Tarnkappen-Kampfflugzeuge zu einem gemeinsamen Manöver nach Südkorea geschickt. Foto/Yonhap/Archiv Foto: Yonhap Foto: dpa

Seoul (dpa) - Nach immer neuen Drohungen aus Nordkorea demonstrieren die USA als Verbündeter Südkoreas Stärke. Neben hochmodernen Kampfflugzeugen schickt die weltweit größte Militärmacht nach US-Medienberichten auch einen mit Raketen bestückten Zerstörer in die Konfliktregion. Südkorea schlägt schärfere Töne an.


Seoul warnte den kommunistischen Norden in deutlicher Form vor möglichen Angriffen. Auch international wächst die Sorge vor einer Eskalation.

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Die USA kündigten am Montag an, zudem ein schwimmendes Überwachungsradar näher an die Küste Nordkoreas zu bringen. Das berichtete der Sender CNN unter Berufung auf einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, sagte zugleich, es gebe keinen Hinweis darauf, dass Nordkoreas Führung die Truppen mobilisiere oder aufmarschieren lasse.

Die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye wies die Streitkräfte an, auf militärische Provokationen des Nachbarlandes »ohne Rücksicht auf jede politische Abwägung« prompt und strikt zu reagieren. Nordkorea hatte am Samstag den »Kriegszustand« im Verhältnis zum Süden verkündet. Zudem erklärte das Regime, Nordkoreas Atomwaffen seien nicht verhandelbar. Die USA gehen davon aus, dass das Regime in Pjöngjang beim Bau von Atombomben Fortschritte macht.

Die Oberste Volksversammlung in Pjöngjang - das Parlament in Nordkorea - verabschiedete am Montag auf ihrer Frühjahrssitzung ein Gesetz »zur Festigung der Position des Landes als Atomwaffenstaat zur Selbstverteidigung«, wie die Staatsmedien berichteten. Damit reagiere Nordkorea auf die »feindselige Politik der USA«. Mit dem Schritt bestätigte die Versammlung einen entsprechenden Beschluss des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei am Sonntag.

Der nordkoreanische Ministerpräsident Choe Yong Rim wurde am Montag seines Postens enthoben. Sein Nachfolger ist nach Berichten der Staatsmedien Pak Pong Ju, der das Amt bereits von 2003 bis 2007 innehatte. Mit der Ernennung Paks, dem 2002 eine wichtige Rolle bei Reformversuchen zugeschrieben werden, könnte Kim Jong Un nach Ansicht von Beobachtern signalisieren, sich stärker der Wirtschaft zuwenden zu wollen.

US-Regierungsbeamte fürchten nach einem Bericht der »Washington Post«, dass Nordkorea Fortschritte beim Bau von Atombomben macht. Wie die Zeitung unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen berichtet, könnte Pjöngjang bei seinem jüngsten Nuklearversuch im Februar eine Atombombe mit hoch-angereichertem Uran gezündet haben. Dies würde bedeuten, dass das Regime zur Urananreicherung fähig ist.

Die US-Streitkräfte demonstrieren unterdessen weiter militärische Stärke auf der koreanischen Halbinsel. Die US-Luftwaffe schickte am Sonntag von ihrem Stützpunkt Kadena in Japan F-22-Jagdflieger mit Tarnkappeneigenschaften nach Südkorea. Dort sollten sie an den jährlichen gemeinsamen Militärübungen teilnehmen, sagte ein Sprecher des US-Streitkräfte Korea (USFK).

Der Atomstreit mit Nordkorea verschärft sich Zug um Zug bereits seit mehreren Wochen. Der UN-Sicherheitsrat hatte Nordkorea nach dem dritten Atomtest des Landes im Februar mit der Ausweitung von Sanktionen bestraft. Nordkorea hatte als Reaktion unter anderem den Waffenstillstandsvertrag von 1953 zur Beendigung des dreijährigen Korea-Kriegs aufgekündigt. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht geschlossen.