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Unwetter über Deutschland: Bahnverkehr ausgebremst

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Gewitter
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Von Blitzen zerrissen wird der Nachthimmel in der Nähe von Fürstenfeldbruck. Foto: Frank Depping Foto: dpa
Feuerwehreinsatz
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Umgestürzter Baum: Feuerwehrleute im Einsatz bei Bammental im Rhein-Neckar-Kreis. Ein S-Bahn-Zug und die Oberleitung wurden beschädigt. Die Reisenden blieben nach ersten Angaben unverletzt. Foto: Rene Priebe Foto: dpa
Überflutete Straße
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Überflutete Straße im BerlinerStadtteil Tempelhof. In den Abendstunden brach ein Unwetter mit Sturm und starkem Regen über die Stadt herein. Foto: Paul Zinken Foto: dpa
Regen und Gewitter
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Passanten hasten bei heftigem Regen über eine Straße in Berlin-Neukölln. Foto: Kay Nietfeld Foto: dpa
Berlin-Neukölln
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Am Abend kam es in weiten Teilen Deutschlands zu Gewittern mit Regenschauern. Foto: Kay Nietfeld Foto: dpa
Gewitter in Dresden
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Blitze zucken in Dresden bei den Filmnächten am Elbufer über den Himmel. Die Veranstaltung musste aufgrund des schlechten Wetters vorzeitig abgebrochen werden. Foto: Ole Spata Foto: dpa
Unwetter über Berlin
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Ein Polizeiwagen steht in Berlin an einem überfluteten Tunnel am Bahnhof Südkreuz. Foto: Paul Zinken Foto: dpa
Gewitter in Dresden
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Besucher schützen sich in Dresden (Sachsen) bei den Filmnächten am Elbufer mit Regenschirmen vor dem Gewitter mit Starkregen. Foto: Ole Spata Foto: dpa

Berlin (dpa) - Heftige Unwetter haben in Teilen Deutschlands den Bahnverkehr ausgebremst und schwere Schäden angerichtet. Hunderttausende Reisende waren betroffen, nachdem umgefallene Bäume und Blitzeinschläge viele Strecken blockiert hatten.


Viele mussten stundenlang an Zügen oder in Bahnhöfen ausharren. Nach Angaben der Bahn waren rund 2400 Züge verspätet oder kamen gar nicht ans Ziel. Am Mittwochmorgen waren alle Fernstrecken wieder frei. Vereinzelt wurde noch mit Verspätungen gerechnet.

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Die schwere Gewitterfront war von Dienstagnachmittag bis in die Nacht zum Mittwoch von Hessen über Thüringen und Sachsen bis nach Brandenburg und Berlin gezogen. Die größten Probleme habe es im Rhein-Main-Gebiet gegeben, sagte ein Sprecher. Der Frankfurter Hauptbahnhof konnte vorübergehend nicht angefahren werden, weil die Zufahrtsstrecken gesperrt waren. Auch am Frankfurter Flughafen musste der Betrieb wegen des starken Sturms immer wieder unterbrochen werden.

Probleme gab es auch am Fernbahnhof von Deutschlands größtem Airport. Dort wurde bis in die Nacht an einer Versorgungsbrücke gearbeitet, die durch das Dach des Bahnhofs zu stürzen drohte. «Mit einem Kran wurde versucht, die Brücke zu sichern», sagte ein Polizeisprecher.

Hagel, Starkregen und Blitzschlag hatten zudem bundesweit zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr geführt. Zahlreiche Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet, Bäume stürzten um. In Berlin mussten Feuerwehrleute 180 Mal ausrücken, im Raum Mainz (Rheinland-Pfalz) wurden innerhalb weniger Stunden 60 Einsätze gezählt.

Im bayerischen Feldkirchen setzte ein Blitz einen Bauernhof in Brand. Rund 250 Ferkel verendeten in den Flammen, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Ein heftiger Sturm über Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Raum (Baden-Württemberg) richtete Schäden in Höhe von rund 650 000 Euro an. In Bad Herrenalb kam eine 58-jährige Autofahrerin auf regennasser Fahrbahn von der Straße ab und prallte mit ihrem Wagen gegen einen Baum. Sie starb noch an der Unfallstelle.

Im Fernverkehr der Bahn waren die Strecken Nürnberg-Leipzig, Frankfurt-Mannheim, Frankfurt-Würzburg, Frankfurt-Fulda und Frankfurt-Köln zeitweise unterbrochen. Nach Angaben der Bahn erhielten Passagiere, die ihre Fahrt nicht fortsetzten konnten, Taxi- und Hotelgutscheine.

Auch auf der Linie Hamburg-Berlin hatte es massive Probleme wegen umgestürzter Bäume gegeben. Zehntausende Reisende waren nach Bahnangaben eineinhalb bis zwei Stunden länger unterwegs, weil der Verkehr umgeleitet werden musste. Eine Reisende aus Berlin berichtete dagegen von fünf Stunden Verspätung.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach warnte für den Mittwoch erneut vor teils unwetterartigen Schauern und Gewittern. Heftiger Starkregen, Hagel und Sturmböen seien möglich.