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Ungewöhnlich großer Blindgänger in Dortmund entschärft

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Entschärfung einer Luftmine
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Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes bereiten die Weltkriegsbombe für den Abtransport vor. Foto: Marcus Simaitis Foto: dpa
Westfalenhalle
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Die gigantische Dortmunder Westfalenhalle dient als Auffanglager. Foto: Marcus Simaitis Foto: dpa
Evakuierung
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Die Rettungsdienste bringen Patienten eines Krankenhauses in das Auffanglager. Foto: Marcus Simaitis Foto: dpa
Auffanglager
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Auffanglager in der Westfalenhalle in Dortmund. Foto: Marcus Simaitis Foto: dpa
Rettungsdienst
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Der Johanniter Rettungsdienst bringt einen gehbehinderten Mann in das Auffanglager in der Westfalenhalle in Dortmund. Foto: Marcus Simaitis Foto: dpa
Blindgänger
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Eine Luftmine vom Typ HC 4000 wurde in Dortmund gefunden. Foto: Stadt Dortmund Foto: dpa
Polizeiabsperrung
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Die Polizei sperrt in Dortmund großräumig den Fundort einer Weltkriegsbombe ab. Foto: Marcus Simaitis Foto: dpa
Gehoben
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Die Feuerwehr hebt die Weltkriegsbombe mit einem Kran auf den LKW. Foto: Marcus Simaitis Foto: dpa

Dortmund (dpa) - Ein ungewöhnlich großer Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Sonntag in Dortmund unschädlich gemacht worden. Die Entschärfung der 1,8 Tonnen schweren Luftmine sei ohne Komplikationen verlaufen, sagte ein Sprecher der Stadt Dortmund.


Die 20 000 Menschen, die seit dem Vormittag die Gefahrenzone in einem Radius von 1,5 Kilometern um die Fundstelle verlassen mussten, konnten am Nachmittag in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Sicherheitszone war ungewöhnlich groß, weil von dem Blindgänger eine erhebliche Sprengkraft ausgehen konnte.

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Während die meisten Menschen die Evakuierungszone problemlos verließen, mussten Feuerwehr und Schlüsseldienst zwei Wohnungen von Verweigerern gewaltsam öffnen. Kurz nachdem die Experten des Kampfmittelräumdienstes schließlich grünes Licht erhalten hatten, hieß es erneut: Stopp. Zwei Rollstuhlfahrer hatten sich telefonisch gemeldet - sie seien noch in ihren Wohnungen innerhalb der Gefahrenzone.

Als auch sie in Sicherheit gebracht worden waren, setzten die Entschärfer ihre gefährliche Arbeit fort. «Bei einer Evakuierungsmaßnahme dieser Größenordnung sind solche Verzögerungen aber sicherlich im Rahmen des Üblichen», sagte Stadtsprecher Michael Meinders. 1200 Einsatzkräfte hätten für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Auch ein Krankenhaus und mehrere Seniorenheime mussten geräumt werden.

Nachdem zwei Männer vom Kampfmittelräumdienst den Zünder der Mine entschärft hatten, sprengten sie drei Zündelemente der Bombe, damit auch diese sicher abtransportiert werden konnten. Die Detonationen dieser Sprengungen seien aber nur im direkten Umfeld zu spüren gewesen und hätten keinen Schaden angerichtet, so Meinders. Nach der Sicherung der Bombe wurde sie am Abend zum Transport verladen. In einem Spezialbetrieb bei Paderborn wird sie dann in ihre Einzelteile zerlegt.

Die Luftmine war bei der Auswertung von Luftaufnahmen in einem Industriegebiet entdeckt worden. Blindgänger dieser Größenordnung sind sehr selten. In Dortmund ist es erst die dritte Luftmine dieser Art. Ein gleiches Exemplar war vor zwei Jahren im Rhein bei Koblenz entschärft worden. Damals mussten sogar 45 000 Menschen die Umgebung verlassen.

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