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Umstrittene Touristensteuer auf Mallorca in Kraft

Palma de Mallorca (dpa) - Urlauber müssen auf Mallorca ab sofort tiefer in die Tasche greifen. Auf der spanischen Ferieninsel und auch auf den restlichen Balearen trat am Freitag eine umstrittene Touristensteuer in Kraft.

Mallorca
Ab heute müssen Mallorca-Urlauber eine Übernachtungssteuer zahlen - allerdings nur zwischen 25 Cent und zwei Euro. Foto: Patrick Seeger/Archiv Foto: dpa
Urlaub
Deutsche Urlauber am Strand von Mallorca. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv Foto: dpa
Palma de Mallorca
Ein bisschen teuer wird es, aber nur ein bisschen: Mallorca führt eine Übernachtungssteuer ein. Foto: Jens Kalaene Foto: dpa
Strandleben
Strandleben an der Playa de Palma auf Mallorca. Foto: Jens Kalaene Foto: dpa

Hotels und andere Ferienunterkünfte verlangen von ihren Gästen pro Person und Nacht bis zu zwei Euro. Zusätzlich werden zehn Prozent Mehrwertsteuer erhoben.

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Die Einführung der neuen Abgabe war vom Parlament der Balearen in Palma de Mallorca im Frühjahr beschlossen worden. Die Steuer gilt auch für die Nachbarinseln Menorca, Ibiza und Formentera. Das Geld will die linke Regionalregierung in erster Linie für Umweltschutz und zur Förderung des nachhaltigen Tourismus verwenden. Der Verband der Hoteliers auf Mallorca (FEHM) klagt derweil, die Maßnahme werde der Wettbewerbsfähigkeit der Balearen schaden.

«Wir haben alle Beteiligten langfristig informiert und erwarten keine Komplikationen», erklärte Tourismusminister Biel Barceló. Mehrsprachige Info-Flyer mit dem Slogan «Dein Urlaub. Deine Inseln. Dein Beitrag» wurden nach Angaben der Behörden an die Hotels ausgeliefert. Zudem wurde eine Internetseite über die «Steuer für nachhaltigen Tourismus» freigeschaltet.

Je nach Art der Herberge werden pro Person und Nacht zwischen 0,50 und 2,00 Euro fällig. In der Nebensaison wird der Betrag halbiert. Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren sind von der Abgabe befreit.

Auch Passagiere von Kreuzfahrtschiffen müssen die Kreditkarte oder das Portemonnaie zücken. Theoretisch müssen auch Urlauber zahlen, die Privat-Wohnungen oder -Häuser mieten. Die meisten dieser Immobilien sind allerdings nicht als Ferienunterkunft angemeldet.

Hotelierverband FEHM