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Um die Erde nur mit Sonnenkraft

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3,8 Quadratmeter
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Abgesehen von der Raumfahrt wird es das erste Mal sein, dass ein Mensch versucht, einen derartig langen Flug zu absolvieren. Und das in einem Cockpit von gerade mal 3,8 Quadratmetern. Foto: Solar Impulse / Revillard / Rezo Foto: dpa
Pionierarbeit
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Wegen der geringen Höchstgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern bei einer maximalen Flughöhe von 8500 Metern dauert die Überquerung der Ozeane jeweils mehrere Tage. Foto: Ali Haider Foto: dpa
Solar Impulse 2
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Die Schweizer André Borschberg und Bertrand Piccard wollen mit der ersten Erdumrundung eines Solar-Flugzeuges zeigen, wie saubere Technologien die Welt verändern können. Foto: Jean Revillard Foto: dpa
Solar Impulse Two
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Einmal um die Erde, das ist das Ziel der schweizer Abenteurer mit ihrem ihrem Solarflieger Solar Impulse Two. Foto: Ali Haider Foto: dpa
Sonnenenergie
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Die Energie wird mit Hilfe von 17 248 äußerst dünnen Solarzellen auf den Riesenflügeln der Sonne «abgezapft» und in Lithium-Batterien gespeichert. Foto: Solar Impulse / Revillard / Rezo Foto: dpa
Testflug
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Si2 soll mit gespeicherter Sonnenenergie bis zu fünf Tage und Nächte in der Luft bleiben. Foto: Solar Impulse/Stefatou/Rezo. Foto: dpa
Start
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Ende Juli oder Anfang August soll die «Solar Impulse 2» wieder am Persischen Golf ankommen. Foto: Ali Haider Foto: dpa

Abu Dhabi (dpa) - Die weltweit mit Spannung erwartete erste Erdumrundung eines Solar-Flugzeugs hat begonnen. Nach zwölf Jahren Vorbereitung hob die »Solar Impulse 2« (Si2) mit dem Piloten André Borschberg im Cockpit im Golfemirat Abu Dhabi ab.


Rund zwölf Stunden später glückte im Sultanat Oman auch die erste planmäßige Landung. Von dort aus soll es nach einer technischen Pause über das Arabische Meer nach Ahmedabad in Indien gehen - dann mit dem Flugpionier und »Vater« des Projekts Bertrand Piccard am Steuer. Die Mission der beiden Schweizer Abenteuerer: Sie wollen die Weltöffentlichkeit und vor allem Politikern sowie Unternehmer zu mehr Einsatz für umweltschonende und erneuerbare Energien mobilisieren.

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»Wir haben ein sehr ambitioniertes Ziel, aber wir bleiben bescheiden angesichts der enormen Herausforderungen«, hieß es am Montag in einer gemeinsamen Erklärung von Piccard (57) und seinem Projektpartner André Borschberg (62). »Dies ist ein Versuch und es muss sich erst noch zeigen, ob wir die zahlreichen Herausforderungen hinsichtlich des Wetters, der Technik sowie der menschlichen Leistungen und der Administration meistern werden.«

Die Si2 ist das erste Flugzeug der Welt, das bis zu fünf Tage und Nächte allein mit Sonnenenergie in der Luft bleiben kann. Den Start erlebte unverhofft auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), der gerade im Rahmen einer Reise durch mehrere Golfstaaten in Abu Dhabi angekommen war.

Von Omans Hauptstadt Maskat aus führt die Route an insgesamt 25 Flugtagen über Indien und China bis in die USA. Von New York geht es dann nach Südeuropa oder nach Nordafrika - je nach den aktuellen Windverhältnissen über dem Atlantik.

Ende Juli oder Anfang August soll die »Solar Impulse 2« wieder am Persischen Golf ankommen. Borschberg und Piccard wechseln sich in dem Einpersonen-Cockpit ab. Die härtesten Etappen werden die Überquerungen des Pazifiks und des Atlantiks sein, bei denen der jeweilige Pilot mehrere Tage und Nächte allein in dem Flieger unterwegs sein muss. Angetrieben wird das einsitzige Karbonfaser-Flugzeug von vier Elektromotoren. Mehr als 17 000 Solarzellen zapfen der Sonne die erforderliche Energie ab.

Das wichtigste Ziel der Mission sei es, die Unterstützung für umweltschonende Energien zu verstärken, erklärten die Flugpioniere. Sie wollten zeigen, wie saubere Technologien die Welt verändern können. »2015 kann zu dem Jahr werden, in dem wir aufhören, unseren Planeten zu zerstören«, erklärten sie.

Zur Begleitung des Si2-Projekts haben die Umweltaktivisten die Internet-Plattform »Future is clean« (»Die Zukunft ist sauber«) eingerichtet. Ihre Erfahrungen mit der Technologie des Solarfliegers wollen Piccard und Borschberg bei der Weltklima-Konferenz im Dezember in Paris vorstellen.

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