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Trump will Shanahan dauerhaft als US-Verteidigungsminister

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Patrick Shanahan
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Patrick Shanahan: Die Sprecherin des Weißen Hauses, teilte mit, US Präsident Trump wolle Shanahan als Verteidigungsminister nominieren. Foto: Jacquelyn Martin/AP Foto: dpa

Seit mehr als vier Monaten leitet Patrick Shanahan das US-Verteidigungsministerium kommissarisch, nun soll der Ex-Boeing-Manager den Job dauerhaft übernehmen. Aber er gilt als angeschlagen.


Washington (dpa) - Der geschäftsführende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan (56) soll nach dem Willen von Präsident Donald Trump dauerhaft das Pentagon leiten.

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Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, teilte am Donnerstag in Washington mit, Trump wolle Shanahan als Verteidigungsminister nominieren. Der frühere Boeing-Manager habe in den vergangenen Monaten, in der er geschäftsführend an der Spitze des Pentagon gestanden hatte, seine herausragenden Qualifikationen für den Posten gezeigt und werde auch weiterhin einen exzellenten Job machen, erklärte Sanders weiter. Der Senat muss der Personalie zustimmen.

Shanahan war seit 2017 zunächst Vize-Verteidigungsminister und Anfang 2019 zum kommissarischen Pentagon-Chef aufgerückt, nachdem der frühere US-Verteidigungsminister James Mattis wegen inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten mit dem Präsidenten seinen Rücktritt eingereicht hatte. Shanahan leitet das Pentagon bereits seit mehr als vier Monaten kommissarisch - er ist damit der längste geschäftsführende Minister an der Spitze des mächtigen Apparats.

Schon länger hatte es Spekulationen gegeben, Trump könne den Ex-Manager dauerhaft für den Posten nominieren. Shanahan sah sich aber einer internen Untersuchung ausgesetzt, weil es Vorwürfe gab, er habe im Pentagon Maßnahmen ergriffen, um seinen früheren Arbeitgeber Boeing gegenüber Wettbewerbern zu begünstigen. Eine interne Kontrollinstanz des Ministeriums fand allerdings keine Beweise für die Anschuldigungen.

Shanahan galt aber nicht zuletzt deswegen als angeschlagen. Mehrere Senatoren - darunter auch Republikaner - äußerten sich in den vergangenen Monaten skeptisch über seine Qualifikation für das Amt. Der 56-Jährige ist Steigbügelhalter bei einem der wichtigsten Projekte Trumps: Nachdem der Präsident einen nationalen Notstand erklärt hat, um den Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko ohne Zustimmung des Kongresses vorantreiben zu können, muss der kommissarische Verteidigungsminister dafür Geld aus dem Budget des Pentagons bereitstellen - was äußerst umstritten ist. Als Senatoren bei einer Anhörung Details dazu von ihm wissen wollten, machte Shanahan keine gute Figur. Auf Nachfragen wich er aus oder verhaspelte sich.

Trump hat Shanahan in der Vergangenheit immer wieder gelobt und dabei etwa auf dessen Managerqualitäten verwiesen. Der 56-Jährige hatte drei Jahrzehnte lang für Boeing gearbeitet, bevor Trump ihn 2017 zum stellvertretenden Verteidigungsminister machte. Militärische Erfahrung hatte Shanahan damals keine, politische auch nicht. Er selbst sagte damals zu seinem Wechsel ins Pentagon: »Es ist so, wie wenn man sich nach vielen Jahren von seiner Freundin trennt und dann die Liebe seines Lebens trifft«.

Am Donnerstag erklärte er, er fühle sich geehrt. Er wolle unter anderem die Modernisierung des US-Militärs weiter vorantreiben. Vor Journalisten sagte er, er habe am Nachmittag im Weißen Haus von Trumps Entscheidung erfahren. »Ich habe meine Mutter angerufen. Sie war superglücklich.«