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Trump nach »Drecksloch«-Kommentar: Bin kein Rassist

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Donald Trump
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Hat Trump von «shithole-countries» gesprochen oder nicht? Es steht Aussage gegen Aussage. Foto: Markus Schreiber Foto: dpa

US-Präsident Trump hat in der »Drecksloch«-Affäre viel Kritik einstecken müssen. Den Vorwurf des Rassismus will er nicht auf sich sitzen lassen.


Washington (dpa) - Nach der weltweiten Kritik an seiner angeblichen Äußerung über »Drecksloch«-Staaten hat US-Präsident Donald Trump den Vorwurf des Rassismus neuerlich zurückgewiesen.

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»Ich bin kein Rassist. Ich bin die am wenigsten rassistische Person, die sie jemals interviewt haben, das kann ich Ihnen sagen«, sagte Trump in Florida vor Medien auf entsprechende Fragen. In den vergangenen Tagen hatte Trumps angebliche Äußerung ein verheerendes internationales Echo hervorgerufen.

Nach Berichten von US-Medien soll Trump bei einem Treffen mit Senatoren am Donnerstag gefragt haben, warum die USA so viele Menschen aus »Drecksloch-Staaten« (shithole-countries) aufnehmen müssten. Es ging dabei um den Aufenthaltsstatus von Menschen aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Staaten. Das Weiße Haus hatte die Berichte zunächst nicht dementiert. Trump selbst schrieb auf Twitter, es seien harte Worte gefallen, aber nicht diese.

Dem widersprach der demokratische Senator Dick Durbin, der an der fraglichen Unterredung teilgenommen hatte. »Ich habe nicht ein einziges Wort gelesen, das nicht gefallen wäre«, sagte er. Präsident Trump habe »hasserfüllte, abscheuliche und rassistische Worte gewählt«, sagte der Senator.

Dagegen erhielt Trump am Sonntag Rückendeckung vom republikanischen Senator David Perdue (Georgia). »Ich sage Ihnen, dieses Wort ist nicht gefallen«, sagte Perdue auf eine entsprechende Frage in der ABC-Sendung »This Week«. Auch Perdue hatte an dem fraglichen Treffen am Donnerstag teilgenommen.

Zuvor hatte auch der republikanische Senator Tom Cotton gesagt, er könne sich an eine entsprechende Äußerung Trumps nicht erinnern. Er habe den fraglichen Begriff nicht gehört.

Die angeblichen Äußerungen Trumps waren international massiv kritisiert worden. Unter anderem war dem US-Präsidenten Rassismus vorgeworfen worden. Dieser Vorwurf war auch in der Vergangenheit öfter laut geworden. Trump hatte ihm wiederholt widersprochen.

Südafrika bestellte die amtierende US-Botschafterin ein. Das Treffen am Montag solle Geschäftsträgerin Jessye Lapenn die Möglichkeit geben, zu Trumps Äußerung Stellung zu nehmen, erklärte das Außenministerium. Die Beziehungen zwischen den USA und Südafrika müssten auf gegenseitigem Respekt und Verständnis basieren.

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