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Tote und Verletzte bei Schneesturm in Japan

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Königlicher Garten in Tokio
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Solche Schneemassen haben die Menschen in Tokio und umliegenden Gebieten seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt. Foto: Franck Robichon Foto: dpa
Scheefall in Tokio
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Heftige Schneefälle stören den Verkehr in Japan. Foto: Christopher Jue Foto: dpa

Tokio (dpa) - Die schwersten Schneestürme seit Jahrzehnten haben in Japan am Wochenende sieben Menschen das Leben gekostet und den Verkehr im Großraum Tokio teils lahmgelegt. Rund 1000 Menschen erlitten meist leichte Verletzungen durch Stürze, wie Medien meldeten.


Im Zentrum der 30 Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Tokio türmte sich innerhalb eines Tages eine fast 30 Zentimeter dicke Schneedecke auf, so viel wie seit 45 Jahren nicht mehr. Die Schneemassen brachten auch den Bus- und Bahnverkehr zum internationalen Flughafen Narita nahe Tokio zum Erliegen, so dass etwa 8200 Passagiere die Nacht im Terminal verbringen mussten.

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Flughafenmitarbeiter versorgten die gestrandeten Fluggäste mit Schlafsäcken und Essen. Zahlreiche Straßen und Autobahnen wurden gesperrt, der Betrieb von Pendlerbahnen und Hochgeschwindigkeitszügen im Raum Tokio und anderen Gebieten in der Region Kanto teils stark behindert. In Tausenden Häusern fiel zeitweise der Strom aus. Die Schneestürme zogen derweil in die nordöstliche Region Tohoku weiter, die vor drei Jahren von einer Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe heimgesucht worden war.

In Fukushima, wo das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi liegt, türmte sich bis zu 44 Zentimeter Schnee. Die nationale Meteorologische Behörde warnte die Bewohner auch anderer Gebiete entlang der Pazifikküste vor heftigen Schneestürmen.