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Todesschütze von Ferguson scheidet aus Polizeidienst aus

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Darren Wilson
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Darren Wilson gibt den Polizeidienst auf. Foto: St. Louis County Procecutors Office Foto: dpa
Michael Browns Grab
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Michael Browns Grab in Ferguson. Foto: Larry W. Smith/Archiv Foto: dpa
Michael Browns Eltern
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Michael Browns Eltern hatten die Demonstranten in Ferguson vergeblich zur Ruhe aufgerufen. Foto: Martial Trezzini/Archiv Foto: dpa
Diskussion
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Diskussion: Demonstranten und Polizei in Ferguson. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Ferguson
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Keine Ruhe in Ferguson: Mitglieder der Nationalgarde beobachten den fortdauernden Protest. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Polizeifahrzeug
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Unruhen in Ferguson nach der Gerichtsentscheidung, den Polizisten Darren Wilson nicht anzuklagen. Foto: Larry W. Smith/Archiv Foto: dpa
Aufruhr in Ferguson
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Aufruhr in Ferguson: In der Kleinstadt hatte wochenlang Chaos geherrscht. Foto: Tannen Maury Foto: dpa
Wut in Ferguson
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Wut in Ferguson nach der Entscheidung, dass die Todesschüsse eines Polizisten auf einen unbewaffneten scharzen Jugendlichen ungesühnt bleiben werden. Foto: Tannen Maury Foto: dpa
Attacke auf Polizeiwagen
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Demonstranten blockierten Straßenkreuzungen und griffen einen Wagen der Polizei in Ferguson an. Foto: Tannen Maury Foto: dpa

Ferguson (dpa) - Vier Monate nach den Todesschüssen auf den unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Michael Brown hat der Polizist Darren Wilson den Dienst in der US-Stadt Ferguson quittiert.


Dies gelte mit sofortiger Wirkung, erklärte Wilsons Anwalt Neil Bruntrager dem TV-Sender CNN. Der Polizist hatte Brown am 9. August nach eigenen Angaben in Notwehr erschossen - und damit schwere Unruhen ausgelöst. Seither war er beurlaubt. Zugleich reißt die Debatte nicht ab, ob es sich bei den tödlichen Schüssen tatsächlich um Notwehr handelte.

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Erst am vergangenen Montag hatte eine Geschworenenjury entschieden, dass keine Anklage gegen den weißen Polizisten erhoben wird - worauf erneut Unruhen in der Kleinstadt ausbrachen. Auch in zahlreichen anderen Städten der USA kam es zu Protesten. Viele Demonstranten kritisierten den Jury-Entscheid als rassistisch. Auch in der Nacht zum Sonntag kam es zu vereinzelten Protesten.

Ihm sei mitgeteilt worden, dass sein Verbleib im Dienst die Bewohner Fergusons und seine Kollegen in Gefahr bringen könnte, zitierte CNN aus einer Erklärung Wilsons. Dies könne er nicht verantworten. Allerdings war sein Ausscheiden aus dem Dienst seit langem erwartet worden.

Wilson hatte am Dienstag in einem Fernsehinterview gesagt, er habe ein reines Gewissen. Zwar bedauere er den Tod Browns, er würde aber erneut so handeln. Er habe um sein Leben gefürchtet und nur seine Arbeit getan. In seiner Zeugenaussage vor der Jury hatte er gesagt, der Jugendliche habe ihn angegriffen und ausgesehen wie ein »Dämon«.

Dagegen hatten mehrere Augenzeugen der Geschworenenjury laut Gerichtsprotokollen berichtet, sie könnten nicht wirklich sagen, ob der Teenager den Polizisten tatsächlich angriff - oder eher auf ihn zustolperte und sich ergeben wollte.

Die »Washington Post« berichtete am Sonntag unter Berufung auf Gerichtsprotokolle, drei Zeugen hätten von einem Angriff Browns gesprochen. Dagegen habe ein halbes Dutzend Zeugen gemeint, sie hätten den Eindruck gehabt, der Jugendliche habe sich ergeben wollen.

Allerdings kann es doch noch ein juristisches Nachspiel geben. Justizminister Eric Holder hatte kürzlich klargestellt, dass auf Bundesebene weiter ermittelt werde. Dabei gehe es um die Todesschüsse sowie um das harte Vorgehen der Polizei bei den folgenden Unruhen.

Bericht bei CNN