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Terrordrohung überschattet Gedenken für Bali-Opfer

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Gedenken
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202 Menschen verloren bei den Anschlägen vom 12. Oktober 2002 ihr Leben. Foto: Made Nagi Foto: dpa
Gedenken
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Trauernde Angehörige bei der Gedenkfeier in Bali. Foto: Made Nagi Foto: dpa
Sicherung
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Soldaten sichern das Gedenken: Selbst die Trauerfeier der Angehörigen geriet angeblich ins Visier von Attentätern. Foto: Made Nagi Foto: dpa
Trost
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Angehörige der Opfer und Überlebende des Anschlags sind in Bali zusammengekommen. Foto: Made nagi Foto: dpa
Rede
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Australiens früherer Regierungschef John Howard bei einer Gedenkrede für die Opfer des islamistischen Terrors auf Bali. Foto: Made Nagi Foto: dpa
Regierungschefin Julia Gillard
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Australiens Regierungschefin Julia Gillard vor Fotos von Opfern des blutigen Anschlags von 2002. Foto: Johannes P Christo Foto: dpa

Denpasar (dpa) - Rund 300 Trauergäste haben am zehnten Jahrestag der Terroranschläge auf der indonesischen Insel Bali der Opfer gedacht. Die Veranstalter hatten in einem Park am Jimbaran-Strand Platz für 2000 Gäste geschaffen, doch schreckten neue Terrorwarnungen Angehörige offenbar ab.


Unter den Gästen war Australiens Regierungschefin Julia Gillard, der indonesische Außenminister Marty Natalegawa sowie Diplomaten aus anderen Ländern. Bei den beiden Bombenanschlägen an der Partymeile Kuta waren vor zehn Jahren 202 Menschen ums Leben gekommen. Von den 164 Ausländern waren 88 Australier und sechs Deutsche.

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»Dies ist ein Tag mit widerstrebenden Emotionen: Wut und Verlust auf der einen, Vergebung und Versöhnung auf der anderen Seite«, sagte Gillard. Bei der Gedenkveranstaltung lasen Angehörige der Opfer Gedichte vor und zündeten Kerzen an.

»Der Verlust hat uns nicht nur Trauer, sondern auch die Stärke gegeben, den Terrorismus zu bekämpfen«, meinte Balis Gouverneur Made Mangku Pastika. Die Veranstaltung endete mit hinduistischen, muslimischen und christlichen Gebeten.

Die Anschläge gingen auf das Konto des südostasiatischen Terrornetzwerks Jemaah Islamiyah und rüttelten das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt wach. Die Regierungen haben seitdem gegen Hardliner hart durchgegriffen. 23 Extremisten wurden wegen der Anschläge verurteilt, drei von ihnen wurden hingerichtet.