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Sturm »Frank« tobt über Großbritannien und Island

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Sturmschäden
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Es ist die dritte Unwetter-Front, die Großbritannien im Dezember heimsucht. Foto: Nigel Roddis Foto: dpa
Eingestürzte Brücke in Tadcster
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Die Brücke in Tadcster konnte den immensen Wassermassen nicht standhalten. Der Norden Großbritanniens kämpft erneut mit Hochwassern. Viele Menschen mussten evakuiert werden. Foto: Nigel Roddis Foto: dpa
Sturm «Desmond»
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Sturm «Desmond» und Überschwemmung - bereits Anfang Dezember wurde der Norden Großbritanniens von Unwettern heimgesucht. Die extreme Wetterlage forderte zwei Tote. Foto: British Ministry Of Defence/Archiv Foto: dpa
Überflutungen
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Wasser so weit man blicken kann. Anfang Dezember kämpfte der Norden bereits mit den extremen Wassermassen, wie hier in Carlisle zu sehen ist. Viele Häuser waren tagelang ohne Strom. Foto: Cumbria Police/Archiv Foto: dpa
Unter Wasser
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Zu Weihnachten trat die Ouse in York über die Ufer. Foto: Lindsey Parnaby Foto: dpa
Hilfe
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Rettungskräfte bringen Menschen in Sicherheit. Foto: Lindsey Parnaby Foto: dpa
Naturgewalt
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Ein Fischerboot als Spielzeug von Wind und Wasser. Stürme, die am 6. Dezember unter anderem über Dänemark und Großbritannien zogen, richteten große Schäden an. Foto: Dagobert Kohlmeyer/ Archiv Foto: dpa

London/Reykjavik (dpa) - Der Nordatlantik-Sturm »Frank« hat Großbritannien voll erfasst. Windböen bis zu 120 Stundenkilometer und heftiger Regen haben vor allem Schottland und Nordirland heimgesucht.


Tausende Häuser waren ohne Strom, Straßen und Bahnverbindungen mussten gesperrt werden. Es ist die dritte Flutwelle innerhalb eines Monats. Aber auch Island und Norwegen wurden von der Unwetterfront erfasst, die sich von Nordatlantik unaufhaltsam in Richtung Osten verlagert.

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Am stärkste betroffen waren die Regionen um Aberdeen im Osten und Glasgow im Westen Schottlands. Dort mussten Straßen und teilweise Autobahnen gesperrt werden, Fährverbindungen zwischen einzelnen Inseln wurden eingestellt, berichteten die Behörden. Es wurden aber keine Toten oder Vermissten gemeldet. Zugleich blieb es vergleichsweise warm: In den meisten Regionen kletterten die Temperaturen erneut über zehn Grad.   

Allein in Schottland ließ »Frank« in 5500 Häusern das Licht ausgehen. In Nordirland, wo der Sturm bereits in der Nacht hinwegfegte, waren zeitweise 2000 Häuser ohne Strom. In Belfast fielen mehrere Flüge aus. In Osten Islands riefen die Behörden die Bewohner auf, wegen des Unwetters zu Hause zu bleiben, viele große Straßen wurden gesperrt. Auch an der Westküste Norwegens führte »Frank« zu Stromausfällen. 

Besondere geplagt sind die Menschen im nordenglischen Yorkshire in Nordengland, die erst über Weihnachten mit schweren Überschwemmungen zu kämpfen hatten. Auch hier wird erneut Hochwasser befürchtet - wenn auch nicht so stark wie zuvor. In Croston in Lancashire riefen die Behörden Bewohner auf, ihre gefährdete Häuser zu verlassen. Zugleich klagte die Polizei in Yorkshire, es habe vereinzelt Plünderungen gegeben.

Am Dienstagabend stürzte in der Ortschaft Tadcaster in Yorkshire eine Brücke in den Fluss Wharfe. Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Bauwerk war allerdings bereits Tage zuvor für den Verkehr gesperrt worden. Mehrere Häuser in unmittelbarer Nähe wurden evakuiert.    

Es ist die dritte Unwetter-Front in Großbritannien im Dezember. Anfang des Monats tobte zunächst Sturm »Desmond«, über Weihnachten kam Sturm »Eva«.