weather-image
21°

Stalker wollte angeblich Ex-Freundin in die Luft sprengen

0.0
0.0
Akte
Bildtext einblenden
Der Angeklagte muss sich vor dem Kieler Landgericht wegen versuchten Mordes verantworten. Foto: Angelika Warmuth Foto: dpa

Kiel (dpa) - Wegen versuchter Brandanschläge und eines geplanten Sprengstoffattentats auf seine Ex-Freundin in Kiel muss sich ein 37-jähriger Mann seit Mittwoch vor Gericht verantworten. Der vorbestrafte Stalker ist vor dem Kieler Landgericht des zweifachen Mordversuchs angeklagt.


Der Angeklagte soll im Mai 2011 zwei Mal nachts Brandanschläge auf das Haus des neuen Lebensgefährten seiner Ex-Freundin versucht haben. Außerdem soll der Angeklagte ein Sprengstoffattentat auf die Kieler Studentin vorbereitet haben. Damit der Kampfmittelräumdienst die hochexplosiven Stoffe bergen konnte, mussten zwölf Häuser mit 50 Bewohnern evakuiert werden.

Anzeige

Der 37-Jährige hatte sich laut Anklage schräg gegenüber der Wohnung seiner früheren Freundin einquartiert und dort eine Bombe gebaut. Den Sprengstoff stellte er demnach unter anderem mit Kunstdünger her, er konstruierte auch den Zünder.

Kurz nach der Entdeckung des Labors nahm ein Sondereinsatzkommando den Mann in Mecklenburg-Vorpommern fest. Der Rückfalltäter musste bereits 2008 ins Gefängnis, weil er einer Eutiner Polizistin über Monate mit Peilsendern, Überwachungskameras und Morddrohungen nachgestellt hat.