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Spanien: Behandeln «Aquarius»-Insassen wie andere Migranten

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Retter im Einsatz
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Italien hatte der «Aquarius» von der SOS Méditérranée mit Hunderten erschöpften Migranten an Bord die Einfahrt in einen Hafen verwehrt. Foto: Kenny Karpov/SOS Mediterranee Foto: dpa

Madrid (dpa) - Spanien wird die Insassen des von Italien abgewiesenen Flüchtlingsschiffes «Aquarius» genauso wie andere Migranten behandeln. 


«Sie werden so behandelt werden, wie alle Flüchtlinge, die bei uns etwa auf Booten eintreffen», sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Donnerstag in einem Radiointerview.

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«Wir werden wie immer jeden Fall einzeln prüfen», sagte der Minister. Falls vom Migranten Asyl beantragt werde, werde man untersuchen, ob dieser die gesetzlichen Voraussetzungen erfülle oder ob man einen Ausweisungsprozess einleiten müsse.

Die neue sozialistische Regierung Spaniens hatte am Montag die Bereitschaft zur Aufnahme der insgesamt 629 Flüchtlinge bekanntgegeben, nachdem Italien nach Rettungsaktionen am Wochenende der «Aquarius» die Einfahrt in einen Hafen verwehrt und das Boot zwei Tage lang blockiert hatte. Man habe eine «ethische Antwort» gegeben, sagte dazu Grande-Marlaska.

Mit 106 der Geretteten an Bord steuerte die «Aquarius» am Donnerstag östlich von Sardinien weiterhin die ostspanische Küstenstadt Valencia an. Bis zu vier Meter hohe Wellen machten Migranten und Helfern auf dem Rettungsschiff zu Schaffen, wie SOS Mèditerranée auf Twitter mitteilte. Die übrigen Flüchtlinge waren an zwei andere Schiffe abgegeben worden, die ebenfalls nach Valencia unterwegs sind. Die Schiffe könnten den Hafen am Wochenende erreichen.

Aussagen von Innenminister Grande-Marlaska

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