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Smog: Bürgermeister nennt Peking «wirklich nicht lebenswert»

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Licht im Dunkel
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Licht im Dunkel: Nur ein gigantischer LCD-Monitor dringt durch den dichten Smog in Peking. Foto: How Hwee Young Foto: dpa
Nicht ohne Maske
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Nicht ohne Maske: Atemschutz gehört in Peking mittlerweile zum Alltag. Foto: Rolex Dela Pena/Archiv Foto: dpa
Smog in Peking
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Die Smog-Belastung macht Peking «wirklich nicht lebenswert», findet der Bürgermeister der Megametropole. Foto: Jason Fan/Archiv Foto: dpa
Verkehr in Peking
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Verkehr in Peking: Die Massenmotorisierung schnürt Chinas Metropolen die Luft ab. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv Foto: dpa
Pekings Skyline
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Nur zu erahnen: Pekings Skyline im allgegenwärtigen Smog. Foto: Diego Azubel/Archiv Foto: dpa
Atemmasken
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Schals und Atemmasken gehören in Peking mittlerweile zum Stadtbild. Foto: Ole Spata/Archiv Foto: dpa
Stau in Peking
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Der wachsende Wohlstand lässt Peking im Smog ersticken. Foto: Rolex Dela Pena/Archiv Foto: dpa

Peking (dpa) - Der Bürgermeister von Peking hat die Lebensumstände in seiner Stadt als schwer erträglich beschrieben. Vor dem lokalen Volkskongress der chinesischen Hauptstadt verwies Wang Anshun auf die hohe Bevölkerungsdichte, die Staus, die Industrie und die daraus folgende hohe Luftverschmutzung.


«Gegenwärtig ist Peking wirklich keine lebenswerte Stadt», zitierte ihn das kommunistische Parteiorgan «Volkszeitung».

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Doch der Kampf gegen den Smog in der 21-Millionen-Metropole hat für ihn keineswegs höchste Priorität: «Angesichts des wilden Zustroms von Menschen in die Stadt ist die Kontrolle der Bevölkerung unser größtes Problem», sagte der Bürgermeister. Ohne eine Verringerung des Bevölkerungsdrucks bleibe die Hauptstadt nur schwer zu verwalten.

Seine freimütige Aussage sorgte am Mittwoch für Wirbel in sozialen Medien. «Es gibt viele große Städte wie Peking in der Welt. Obwohl einige sogar noch mehr Autos haben, sehen wir dort nicht so viel Smog», stellte ein Internetnutzer fest. Die Bevölkerung zu begrenzen und Bewohner ohne Wohnort-Meldeschein aus der Stadt zu verfrachten, löse das grundlegende Problem nicht, meinten viele Nutzer.

Die Hauptstadt erlebte im Januar den schlimmsten Smog dieses Winters. Die Schadstoffbelastung besonders durch gefährlichen Feinstaub erreichte wieder das 20-fache des Grenzwerts der Weltgesundheitsorganisation (WHO), ohne dass aber Fahrverbote oder Produktionsstopps verhängt wurden.