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Senkrechtstarter Cerar gewinnt Parlamentswahl in Slowenien

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Miro Cerar
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Miro Cerar will die tiefe Spaltung Sloweniens zwischen Links und Rechts überwinden. Seine erst vor einem Monat gegründete SMC-Partei kam prompt auf 36 der 90 Sitze. Foto: Antonio Bat Foto: dpa

Ljubljana (dpa) - Die erst vor gut einem Monat gegründete SMC-Partei des prominenten Juraprofessors Miro Cerar (50) hat die Parlamentswahl in Slowenien gewonnen.


Die Partei, die sich in der politischen Mitte sieht, stellt in der neuen Volksvertretung 36 von 90 Abgeordneten. Senkrechtstarter Cerar will einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die weit verbreitete Korruption legen, die im Nato- und Euro-Land Slowenien zu großer Politikverdrossenheit geführt hatte.

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Auf den zweiten Platz kam abgeschlagen die konservative SDS-Partei mit 21 Sitzen, deren Vorsitzender Janez Jansa wegen Korruption im Gefängnis sitzt. Beide Parteien schlossen eine große Koalition aus.

Auf dem dritten Platz landete die Rentnerpartei (DESUS) mit zehn Sitzen. Entgegen allen Vorhersagen wurde die erst vor zweieinhalb Monaten gegründete sozialistische Vereinigte Linke Vierte und ist mit sechs Plätzen genauso stark wie die Sozialdemokraten. Auch die neue Partei der bisherigen Regierungschefin Alenka Bratusek (ZAAB), deren Rücktritt zu den Wahlen ein Jahr vor dem regulären Termin führte, schaffte mit vier Abgeordneten ebenfalls den Einzug.

Möglicherweise wegen Korruptionsvorwürfen schaffte es eine der Siegerinnen der letzten Wahl, die Bürgerliche Liste (DL), nicht über die Vier-Prozent-Hürde. Das gilt auch für die liberale Volkspartei (SLS).