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Schwerer Smog: Chinas Krankenhäuser überfüllt

Peking (dpa) - Schlimmer Smog hält rund 15 Prozent Chinas im Würgegriff - betroffen sind vor allem der Norden und Osten des Landes. Immer mehr Patienten müssen mit Atemwegs- und Augenproblemen ins Krankenhaus.

Jetzt erst recht
Mitten im Smog hat sich eine chinesische Familie einen Platz im «Grünen» ausgesucht, um zu grillen. Foto: Ran Wen Foto: dpa
Joggen mit Maske
Man muss sich zu helfen wissen: Jogger mit Gasmaske in Peking. Foto: Zhao Bing Foto: dpa
Smog in China
Die Zahl der Patienten mit Lungenproblemen in Krankenhäusern steigt. Foto: Hao Bin Foto: dpa
Smog in Peking
Die extreme Schadstoffbelastung macht Peking «fast unbewohnbar für menschliche Wesen», stellte eine Studie fest. Foto: Diego Azubel Foto: dpa
Smog in Peking
Smog in Peking: Die Luftverschmutzung gilt als einer der Gründe für den Einbruch im Tourismus. Foto: Rolex Dela Pena Foto: dpa
Atmen durch den Schal
Atmen durch den Schal: Eine Frau auf den Straßen der chinesischen Metropole Harbin. Foto: Hao Bin/Archiv Foto: dpa
Unsichtbares Hongkong
Unsichtbares Hongkong: Die Stadt versinkt im Smog. Foto: Alex Hofford/Archiv Foto: dpa
Umweltverschmutzung in Peking
Smog in Peking: China droht an seiner industriellen Entwicklung zu ersticken. Foto: Adrian Bradshaw Foto: dpa
Rauchende Schornsteine
Rauchende Schornsteine: Ein Großteil des chinesischen Energiebedarfs wird durch Kohlekraftwerke gedeckt. Foto: Bei Feng/Archiv Foto: dpa

In Peking wurde am Montag die zweithöchste Alarmstufe «Orange» den vierten Tag in Folge aufrechterhalten. Die Schadstoffbelastung verharrte auf einem «gefährlich» hohen Niveau, wie die Behörden warnten. Auch die Provinzen Hebei, Shandong, Henan, Shanxi und Shaanxi leiden unter der schweren Luftverschmutzung.

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Die Schadstoffe aus China wehen sogar bis in die südkoreanische Hauptstadt Seoul, wo die Stadtregierung die Menschen aufforderte, nicht vor die Tür zu gehen. Auch das Gesundheitsamt von Peking warnte vor gesundheitlichen Folgen und rief besonders ältere Menschen und Kinder auf, daheimzubleiben. Die 20 Millionen Einwohner der Hauptstadt sollten sich mit Atemmasken schützen, wenn sie nach draußen müssten. Die Pekinger sollten auch ihre Autos stehen lassen und öffentliche Verkehrsmittel nehmen.

«Wir haben viel mehr Patienten mit Atemwegsentzündungen», berichtete eine Schwester des großen Chaoyang Hospitals der Nachrichtenagentur dpa. Viele Pekinger Krankenhäuser seien «voller Patienten», berichtete die Zeitung «Beijing Ribao». Mehr als ein Drittel leide unter Problemen, die durch den Smog ausgelöst worden seien.

Die Zahl der Patienten mit akutem Asthma und Lungenemphysemen in Pekings Krankenhäusern habe sich seit Donnerstag verdoppelt, berichtete das Staatsradio. Die Belastung mit dem besonders gefährlichen Feinstaub mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer (PM2,5) lag am Montag wie seit Tagen nahezu unverändert bei dem 12- bis 16-fachen des von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Grenzwertes.

Als Reaktion auf den Smog wurden in der Stadt Shijiazhuang in der um Peking herum liegenden Provinz Hebei am Sonntag vorerst je nach Endziffer des Nummenschildes ein Fünftel der Autos von der Straße genommen. Mehrere Betriebe der Stahlindustrie mussten schließen. Auch in Peking wurden nicht näher beschriebene 36 Unternehmen geschlossen, während 75 die Produktion drosseln mussten.

Die Alarmstufe «Orange» in der Hauptstadt war am Freitag zum ersten Mal in diesem Winter ausgerufen worden. In der Bevölkerung herrschte angesichts der schwer erträglichen Luftverschmutzung aber wenig Verständnis, warum nicht die höchste Stufe «Rot» ausgerufen und einschneidende Maßnahmen wie ein Fahrverbot für die Hälfte der Autos ergriffen und mehr Fabriken geschlossen werden.

Ärzte warnen vor den gesundheitlichen Gefahren des Smogs besonders für ältere und kränkliche Menschen sowie Kinder. Hohe Schadstoffbelastungen schwächten das Immunsystem und könnten den Ausbruch von Atemwegsproblemen oder Herz- und Kreislauferkrankungen erleichtern. Besserung ist erst zum Ende der Woche in Sicht.

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