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Schwarzarbeit beim Oktoberfest? Razzia von Polizei, Zoll und Steuerfahndung im "Winzerer Fähndl"

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Oktoberfest - Winzerer Fähndl - Razzia
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Schmutzige Geschäfte in der Paulaner Festhalle auf dem Oktoberfest? Der Chef eines Reinigungsunternehmens steht im Verdacht, seine Mitarbeiter schwarz bezahlt zu haben. (Foto: Felix Hörhager/dpa)

München – Wegen des dringenden Verdachts der Schwarzarbeit stürmten die Behörden das Wiesn-Festzelt "Winzerer Fähndl" auf dem Oktoberfest. Der Chef einer Reinigungsfirma wurde sogar vorläufig festgenommen. Er soll seine Mitarbeiter schwarz bezahlt haben.

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Wie die tz berichtet, haben sich Polizei, Zoll, Steuerfahndung und die Staatsanwaltschaft ein Bild von der Lage in der Paulaner Festhalle gemacht. Die dort tätigen Reinigungskräfte sollen bei ihrem Chef als Schwarzarbeiter tätig sein. Gegen den Mann wird aktuell wegen Beschäftigens von Schwarzarbeitern sowie des Verstoßes gegen die Abgabenordnung ermittelt.

Nach Ende des Festbetriebs haben über 50 Polizisten in einer Razzia in der Nacht auf Mittwoch das Zelt gestürmt und die für das Reinigungsunternehmen zuständigen Mitarbeiter kontrolliert. Wie die Ermittler auf die schmutzigen Geschäfte aufmerksam wurden, ist nicht bekannt.

Zeltwirt Peter Pongratz äußerte sich gegenüber der tz erschrocken über die Durchsuchungen. Er habe die Angestellten immer als "sehr zuverlässig und nie auffällig" wahrgenommen. "Aber in Menschen reinschauen kann man nicht." Aktuell bezahlt der Wirt den Lohn der rund 20 Beschäftigten, die weiterhin im Zelt arbeiten.

red/tz