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Regen und Kälte: Der Wonnemonat Mai bleibt trist

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Regenwetter
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Ein Regentropfen auf dem Blütenblatt einer Sibirischen Schwertlilie. Foto: Felix Kästle Foto: dpa

Offenbach/Berlin (dpa) - Das zum Wonnemonat Mai passende Gute-Laune-Wetter will sich auch in den nächsten Tagen in Deutschland nicht einstellen. Es bleibt trist und regnerisch, die Sonne hat kaum eine Chance.


Immerhin wird der Regen etwas wärmer, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag in Offenbach mit.

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Am Freitag kam eine Autofahrerin bei Bräunlingen in Baden-Württemberg sogar wegen plötzlicher Schneeglätte von der Straße ab. Sie wurde schwer verletzt.

Wegen des miesen Maiwetters fürchten die Bauern um ihre Ernte, Gärtner heizen ihre Gewächshäuser und Gastronomen beklagen Umsatzverluste. «Unsere Erdbeeren sind noch grün und weiß, weil die Sonne fehlt», Rolf Meinhardt, Erdbeerbauer und Vorsitzender des Arbeitskreises Spargel Südhessen, der Nachrichtenagentur dpa. Statt der 150 Erdbeerpflücker, die Meinhardt sonst zur Hand gehen, benötige er derzeit lediglich 30. Auch beim Spargel sehe es nicht gut aus.

Auch Gärtnereien im Südwesten stöhnen: «Wir sind mit der Ernte drei Wochen hinten dran», sagte etwa der Geschäftsführer vom Vertrieb Reichenau-Gemüse, Johannes Bliestle. Um die Feuchtigkeit aus den Gewächshäusern zu bekommen, würden diese beheizt.

Das schlechte Wetter habe für «verheerende» Umsatzeinbußen bei Gastronomen gesorgt, weil diese auf Laufkundschaft und Touristen angewiesen seien, sagte der rheinland-pfälzische Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Gereon Hauman. An allen Feiertagen seit Ostern sei das Wetter schlecht gewesen.

Auch in Österreich ist es seit Tagen sehr kühl für die Jahreszeit. Im Schweizer Mittelland könnte es der kälteste Mai seit über 20 Jahren werden. In Spanien und Portugal wird indessen auf hohem Niveau geklagt. Die Madrilenen schimpften, weil es in den vergangenen Tagen nur Temperaturen von 15 bis 20 Grad gab. Während die Einheimischen warm eingehüllt aus dem Haus gingen, trugen Touristen aus Nordeuropa T-Shirts und kurze Hosen und Röcke. Am Samstag kletterten die Temperaturen in Palma de Mallorca allerdings auf 26 Grad. An der Costa Brava (Lloret) und der Costa Blanca (Calpe) blieb es am Wochenende mit 17 bis 20 Grad immer noch relativ kühl.