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Prozess um Tötung von Frau und Kindern: Angeklagter schweigt

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Kerzen für die Opfer
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Juni 2018: Mit Kerzen, Blumen und der Figur eines Engels wird in Gunzenhausen an die Opfer der Bluttat erinnert. Foto: Timm Schamberger Foto: dpa

Ansbach (dpa) - Ein knappes Jahr nach der blutigen Gewalttat mit vier Toten in einer Familie in Franken hat der Prozess gegen den Vater begonnen.


Die Staatsanwaltschaft wirft dem 31-Jährigen aus Gunzenhausen vor, seine drei Kinder und deren Mutter ermordet zu haben. Am ersten Prozesstag vor dem Landgericht Ansbach ließ der Angeklagte seine Anwältin mitteilen, dass er zunächst von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch mache.

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Der Anklage zufolge erstach der Familienvater seine schlafenden Kinder im Alter von 3, 7 und 9 Jahren sowie seine 29-jährige, von ihm getrennt lebende Ehefrau im Juni 2018 mit einem Messer. Danach sprang er vom Balkon im dritten Obergeschoss.

Fünf Tage vor der Tat soll der Maschinen- und Anlagenführer seine zwei Söhne in deren Kinderzimmer geschlagen haben. Deshalb hatten Polizeibeamte ihm einen Platzverweis für die Wohnung erteilt und ein Kontaktverbot ausgesprochen. Danach soll er nach Angaben der Staatsanwaltschaft geplant haben, seine Familie zu töten.

Für den Prozess, in dem der Vater der getöteten Frau als Nebenkläger auftritt, sind drei Verhandlungstage angesetzt. 21 Zeugen und 6 Sachverständige sollen gehört werden. Das Urteil wird für den 15. Mai erwartet.