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Prozess gegen U-Bahn-Treter beginnt mit Befangenheitsantrag

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Prozess gegen U-Bahn-Treter
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Der Angriff hatte bundesweit Empörung ausgelöst. Foto: Paul Zinken Foto: dpa
U-Bahn-Gewalttäter
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U-Bahnstation Hermannstraße in Berlin. Knapp acht Monate nach der Gewaltattacke gegen eine Frau auf einer Treppe in der U-Bahnstation beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Angreifer. Foto: Sophia Kembowski Foto: dpa

Völlig aus dem Nichts rammt der Angreifer seinen Fuß in den Rücken der fremden, jungen Frau. Sie fällt mit dem Gesicht voran die Treppe in einem Berliner U-Bahnhof hinunter. Eine Videokamera dokumentiert die Attacke. Jetzt steht ein 28-Jähriger vor Gericht.


Berlin (dpa) - Der Prozess um eine brutale Attacke gegen eine Frau auf einer U-Bahn-Treppe in Berlin ist noch vor dem Verlesen der Anklage vertagt worden. Die Verhandlung vor dem Landgericht der Hauptstadt werde am nächsten Dienstag fortgesetzt, sagte Richterin Sylvia Busch.

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Hintergrund ist der Antrag der Verteidiger zu Prozessbeginn, eine Schöffin wegen Befangenheit abzulehnen. Sie soll sich demnach in Leserbriefen in einer Zeitung über kriminelle Jugendliche mit Migrationshintergrund beschwert haben. Über den Antrag der Verteidiger muss das Gericht nun erst entscheiden.

Sollte die Frau tatsächlich als befangen gelten, müsste ein neuer Schöffe gesucht werden. Dann könnte sich der Prozess um mehrere Wochen verzögern.

Der 28 Jahre alte angeklagte Bulgare soll die arglose Passantin mit einem wuchtigen Tritt in den Rücken eine Betontreppe hinunter getreten haben. Der Angriff am U-Bahnhof Hermannstraße im Stadtteil Neukölln hatte bundesweit Entsetzen und Empörung ausgelöst. Dem mutmaßlichen U-Bahn-Treter wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.