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Prorussische Aktivisten stürmen Justizgebäude in Donezk

Donezk (dpa) - In der ostukrainischen Millionenstadt Donezk haben Hunderte prorussische Aktivisten ein Justizgebäude gestürmt. Die Angreifer zwangen die Sicherheitskräfte zum Abzug, wie die Agentur Interfax meldete.

Rückzug
Während ein Hagel von Steinen auf die Polizisten niederging, versuchten sie sich ins Gebäude zu retten. Foto: Igor Kovalenko Foto: dpa
Flaggenwechsel
Die Flagge der selbst ernannten Volksrepublik Donezk wird gehisst. Foto: Igor Kovalenko Foto: dpa
Protestzug in Donezk
Die Situation war nach einem Protestzug Tausender prorussischer Demonstranten eskaliert. Foto: Photomig Foto: dpa
«Korridor der Schande»
Die Polizisten mussten durch einen «Korridor der Schande» aufgebrachter Demonstranten abziehen. Foto: Igor Kovalenko Foto: dpa
Wüste Schlägerei
Es gab Verletzte auf beiden Seiten. Foto: Igor Kovalenko Foto: dpa
Fette Beute
Die Separatisten nahmen den Regierungstreuen Schilde und Schlagstöcke, Helme und Handys ab. Foto: Igor Kovalenko Foto: dpa

Die Polizisten hätten Schilde und Schlagstöcke abgeben und die Gebietsstaatsanwaltschaft durch einen «Korridor der Schande» aufgebrachter Demonstranten verlassen müssen. Separatisten hissten die Flagge der selbst ernannten Volksrepublik Donezk.

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Zuvor hatten zum Teil maskierte Männer das Gebäude mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Brandsätzen attackiert. Das örtliche Internetportal ostro.org berichtete, es habe Verletzte auf beiden Seiten gegeben. Ein gepanzertes Fahrzeug der Regierungseinheiten habe umkehren müssen, nachdem es von Aktivisten angegriffen worden war.

Die Situation war nach einem Protestzug Tausender prorussischer Demonstranten eskaliert. Aktivisten warfen der Staatsanwaltschaft des Gebiets vor, Handlanger der Regierung in Kiew zu sein. Die Menge forderte in Sprechchören einen Anschluss an Russland nach dem Vorbild der Halbinsel Krim und schwenkte russische Flaggen.

In Donezk halten Separatisten seit Wochen die Gebietsverwaltung besetzt und haben eine Volksrepublik ausgerufen. Sie wollen am 11. Mai in einem Referendum über eine Abspaltung von Kiew entscheiden lassen.